02 August 2016

Hollandse Appeltaart mit Slagroom

Zu einer unserer liebsten Familientradition zählt seit vielen Jahren der Urlaub in Zeeland. Und egal wie oft man dort ist, man entdeckt bei jedem Besuch feine kleine neue Ecken, die es sich zu besuchen lohnt. Bsonders angetan bin ich auch von den offenen und durchaus freundlichen Menschen vor Ort. 
Die Besonderheit habe ich bei unserem diesjährigen Zeelandbesuch entdeckt: der doppelte Boden, sprich eine dünne Schicht Mürbeteig, die noch zusätzlich von einer zweiten dünnen Schicht Rührboden bedeckt ist. So hat man auch gleich etwas mehr auf der Gabel, was man sich auf der Zunge zergehen lassen kann. Erst dann kommt die saftig-fruchtige Füllung. Der Kuchen lässt sich beliebig mit Nüssen verfeinern. Auch Zimt schmeckt hervorragend dazu und ist auch im originalrezept, kann aber natürlich auch weg gelassen werden.
Für eine 24 cm Backform:
Für den Tarteteig
130 g kalte Butter
250 g Mehl
80 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz
1 Ei
1 EL kaltes Wasser
Die Butter in kleine Würfel schneiden und mit den anderen Zutaten in eine Rührschüssel geben.
Darauf achten, dass die Zutaten möglichst kalt sind, so verhindert man ein Ankleben. Zuerst mit dem Knethaken, dann mit (kalten) Händen rasch zu einem glatten Teig verarbeiten, zu einer Kugel formen und diese in Frischhaltefolie verpackt mindestens 30 Minuten im Kühlschrank kühlen.
Die Backform fetten und mit Mehl ausstäuben. Anschließend den Teig zwischen 2 Lagen bemehlter Frischhaltefolie (oder Backpapier) ausrollen.
Die obere Folie abziehen und den Teig so in die Form platzieren, dass die Folie oben ist, also sprich einmal mit der Hand nach unten drehen.
Jetzt die Folie abziehen. Mit den Fingern einen ca. 4 cm hohen Rand formen.
Den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen. Die Form anschließend 30 Minuten kühl stellen. In dieser Zeit kann die Füllung vorbereitet werden.

Für die Füllung:

1 kg säuerliche Äpfel (Boskopp) , geschält, Kerngehäuse entfernt und in nicht zu dünne Scheiben geschnitten
70 g Zucker
3 TL Zimt
1 EL Speisestärke
Saft einer halben Zitrone
Alle Zutaten gut vermengen und bis zum Weiterverarbeiten kühl stellen. Den Ofen auf 170 Grad Umluft vorheizen.

Für die Rührkuchenschicht:

60 g sehr weiche Butter
1 Ei
60 g Zucker
1 Prise Salz
1 Päckchen Vanillezucker
60 g Mehl
½ TL Backpulver
Die weiche Butter mit dem Ei aufschlagen, dann den Zucker, Salz und Vanillezucker dazu geben. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und kurz unterheben. Diesen Teig auf den Tarteboden verteilen.
Im Anschluss die Äpfel darüber geben, darauf achten, dass die heraus getretene Flüssigkeit vorher abgegossen und aufgefangen wird. 

Für den Guss:
200 g Schmand
1-2 EL Zitronensaft
1 Ei
1 EL Speisestärke
2 EL brauner Zucker
ca. ½ TL Zimt
Mit der aufgefangenen Apfelflüssigkeit diese Zutaten gut verquirlen, über die Äpfel gießen, den Kuchen ca.45 Minuten backen, bei leicht geöffneter Tür abkühlen lassen.
Eet smakelijk! 
Süße Grüße, Eure Kessy

24 Juli 2016

Aquamarine Seepferdchen Torte – youtube Video

Der Sommer ist in vollem Gange und viele genießen ein paar schöne, freie Tage. Aber auch allen anderen schicke ich mit dieser Ozeantorte eine frische Meeres Brise ins Haus. Ich habe mich dieses Mal für eine schräge Form – die sogenannte „Topsey Turvy“ – entschieden.
Was ihr geschmacklich für eine Torte backt und womit ihr sie befüllt, bleibt natürlich vollkommen euch überlassen. Alles geht, was schmeckt! Wenn ihr ein paar Anregungen sucht, dann klickt doch einmal HIER auf meinen Tortenkonfigurator und sucht euch einfach euer Lieblingsrezept heraus! Egal womit ihr füllt, wenn ihr die Torte außenherum fondanttauglich macht, geht alles was schmeckt. Nähere Infos dazu findet ihr HIER
VIDEO: https://www.youtube.com/watch?v=CoPmgjBb5fQ

Die Hauptattraktionen dieser Torte sind die Seepferdchen, die ich schon ganz lange einmal machen wollte. Ich habe für euch auch gleich ein passendes YOUTUBE Video gedreht, wo ihr euch alles ganz genau anschauen könnt, klick dazu HIER. Und hier ist die genaue Anleitung:
Zuerst Modellierfondant herstellen: Dafür entweder Fondant 50:50 mit Blütenpaste mischen oder aber nur Fondant nehmen und CMC Pulver darüber streuen. (Nähere Infos zum CMC findet ihr HIER). Je mehr CMC, desto schneller wird alles hart. Aber denkt bitte daran, wenn ihr nicht ganz so geübt seid, ist zu schnell nicht gut, denn dann habt ihr nicht so viel Zeit zum Modellieren, dann lieber etwas weniger nehmen.
Im ersten Schritt eine Kugel formen, diese dann platter drücken und länglich zu einer Nudel formen. Diese wie auf dem Bild sichtbar schon grob in Seepferdchenform legen. Fällt euch das freue Modellieren schwer, dann ladet euch doch aus dem Internet eine Form herunter (z.B. Ausmalbild Seepferdchen) und das legt ihr vor euch auf den Tisch, dann passt ihr euren Modellierfondant der Zeichnung an und habt die perfekte Rundung! 
Mit dem Blade tool einen Schnitt unterhalb des Kopfes machen um den Hals anzudeuten. 
Mit dem kleinen Balltool die Nase vorne eindrücken.
Mit dem blade tool zwei längliche, vertikale Markierungen vom Kopf zum Schwanz machen.
Jetzt die horizontalen Rillen einprägen. 
Dann mit einem Zahnstocher den vertikalen Rillen entlang kleine Löchlein pichsen und auf der Stirn eine Vertiefung machen.
Eine kleine Kugel als Auge aufkleben und diese mittig vertiefen. 
Ganz viele kleine Kugeln platt drücken und als Rückenflossen ankleben. (Dafür vorher einritzen und Zuckerkleber darauf geben, aber nur ganz wenig, sonst klebt es nicht!) 
Eine größere Flosse herstellen, dafür eine Kugel platt drücken und oben und unten begradigen, dann mit dem shell tool prägen.
Ganz zum Schluss zwei Perlen als Augen einkleben. Ich habe kleine Glitzersteinchen genommen, diese sind nicht essbar! Ihr könnt aber jede Form von Zuckerperlen nehmen. Die Seepferdchen kann man mit Puderfarben abstäuben und so noch schönere Effekte erzielen.
Unten einen etwas gekürzten Zahnstocher einführen. Alles gut im Liegen auf einer luftdurchlässigen Schaumstoffunterlage trocknen lassen (mindestens 2 Tage!) dann auf die Torte positionieren. 
Die Seepferdchen lassen sich auch schon wie alle anderen Cake topper 1-2 Wochen vorher anfertigen und trocken lagern! 
Auch die großen Korallen müssen bei Zeiten angefertigt werden, damit sie genügend Zeit zum Trocknen haben!
Dafür eine Kugel Modellierfondant etwas platter drücken und mit dem blade tool oder einem Messer auf einer Seite tiefe, längliche Schnitte machen,
diese dann zwischen den Fingern zu einzelnen Nudeln formen und in sich zwirbeln, also drehen.
Einzelne Punkte hinein drücken, um Struktur zu geben.
In einer mit Speisestärke abgepuderten Form, z.B. einem Schlüsselchen in Form legen und so 1-2 Tage trocknen lassen.
Beim Aufbringen auf die Torte empfehle ich, eine Kugel Modellierfondant auf die Torte zu kleben und darein mit Zuckerkleber die Koralle zu befestigen.
Die länglichen Korallen als einzelnen Nudeln formen, dann jeweils ein in Speisestärke abgepudetes Pinselende hinein stecken. um sie innen aus zu höhlen. Von außen Rillen hinein prägen. Trocknen lassen.
Die Schildkröte aus kleineren Kugeln formen. 4 für die Beine, vor sich auf den Tisch legen und platter drücken, dann kleine Punkte hinein drücken.
Genau so einen Kopf formen, mit einem Zahnstocher versehen.
Am besten nehmt ihr euch dafür ein Bild aus dem Internet als Beispiel und schaut es beim Modellieren genauer an.
Eine größere Kugel als Körper nehmen und von unten platt drücken. Mit Zuckerkleber auf die anderen Teile kleben und den Panzer mit vielen kleineren Kugel, die man platt drückt, dekorieren.
Zuckerperlen als Augen einkleben. Alles gut trocknen lassen.
Für die große Schnecke eine möhrenförmige Nudel formen
und diese spiralförmig um einen Zahnstocher legen,
die Kontaktstellen mit Zuckerkleber einstreichen.
Zahnstocher heraus nehmen und die Öffnung mit einem balltool gleichmäßig machen.
Nach dem Trocknen am besten mit einem Hauch „Lustre“ Puderlebensmittelfarbe abpudern. Das schimmert ganz wunderbar perlmut.
Einen ausführlichen Überblick über alle Tools findet ihr auch noch einmal HIER.
Die Torte und das cake board mit weißem Fondant überziehen. Dann habe ich verschieden blaue Gelfarben mit etwas klarem Alkohol (Wodka oder Apotheke) verdünnt und mit Hilfe eines sauberen Schwämmchens (z.B: Kosmetikabteilung) fließende Übergänge auf die Torte getupft.
Kurz trocknen lassen, dann kann weiter dekoriert werden. 
Man kann alle Elemente frei Hand modellieren, aber auch Silikonfomen dazu verwenden, wie diese hier von der Firma WILTON: Immer leicht abpudern, Masse hinein drücken, heraus nehmen und fest kleben. Oder ihr stellt sie frei Hand her, wie diesen Rochen
 oder die Venusmuschel mit Perle.
Jetzt zum Schluss alle Elemente auf der Torte befestigen. Ich habe noch viele kleine Sauerstoffperlen aus „royal icing“ auf die Torte gespritzt. Eine Anleitung dazu findet ihr HIER 
Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Dekorieren und schreibt mir gerne, 
süße Grüße, Eure Kessy