01 September 2015

Pinke Anemonen Torte - Unwired anemones

Ein elegantes Schwarz und fröhliches Pink symbolisieren für mich pure Lebensfreude. So wie „das kleine Schwarze“ , nur neu interpretiert. Erwachsen und jugendlich zu gleich. Und genau so finde ich auch Anemonen - wundervoll luftige Blüten in den schönsten Farbtönen.Zu diesen vollkommenen Zuckerblüten gibt es diverse Anleitungen, vor allem für aufwendig gedrahtete. Ich wollte euch aber heute eine herrlich unkomplizierte und auch ohne Draht um zu setzende Variante vorstellen.

Ihr benötigt:
Fondant, Blütenpaste, Palmin soft, Speisestärke, Zuckerkleber o. royal icing
2 unterschiedlich große runde Ausstecher
Silikonveiner (Orchideenblatt) für die Blütenblätter
WILTON Flower Impression set (für die Blütenmitte)
Schaumstoffmatte
Blade tool
Ball tool
Prägestab „Blüten“
Blütenpollen (pink und weiß)
Floristenband (weiß)
schwarze kleine Zuckerperlen ( 2mm)
WILTON Rosen mould (für die schwarzen Perlenketten)
Lineal o. langes glattes Messer
Auf meiner Torte haben insgesamt 4 Blüten, 2 größere und 2 kleinere Platz gefunden. 
Im ersten Schritt habe ich die Blütenmitten hergestellt. Dafür etwas Blütenpaste (Anleitung und Rezept klick HIER) mit schwarzer Pastenlebensmittelfarbe einfärben. Zum Prägen habe ich die “Flower Impression set mould” von der Firma WILTON verwendet, nur kurz mit einem Hauch Speisestärke abpudern und eine haselnuss große Menge der Blütenpaste hinein drücken.
Überflüssiges Material mit einem Messer oder blade tool abschneiden und mit dem Rest luftdicht verpackt aufheben. Mould umdrehen und Blütenmitte heraus drücken. Wem die Vertiefungen noch nicht reichen, der kann sie mit einem Zahnstocher tiefer pichsen. Alternativ kann man die Mitten auch frei Hand ohne mould formen.
Nun habe ich fertigen Pollen ( im Bastelladen oder Tortenbedarf Shops erhältlich, neuderdings auch bei ZEEMAN!) in der Mitte halbiert und dann jeweils auf ca. 6 mm Länge gekürzt. Dann das Ende kurz in Zuckerkleber tauchen und kreisförmig außen herum in die Blütenmitte stecken. Den inneren Teil mit einem Hauch Zuckerkleber bestreichen und mit schwarzen Mini Non Pareilles Zuckerperlen 2 mm bestreuen. Alles gut trocknen lassen.
Jetzt kommen wir zu den Blüten Blättern:
Für die pinken Blüten die Blütenpaste mit Pastenlebensmittelfarben von der Firma „Rainbow Dust“ Pro Gel „Claret“ und „Pink“ mischen. Hauchzart (ca. 1 mm dünn) ausrollen. Eine Blüte besteht aus 2 Lagen á 6 Blütenblätter. Zuerst die großen 6 ausstechen, die Ränder vorsichtig mit dem Balltool ausdünnen, dann in den leicht mit Speisestärke abgepuderten Veiner legen und diesen zusammen pressen.
Die Blüten in halbrunder Form, z.B. in einem Apfelkarton aus dem Supermarkt in Form trocknen lassen. Mit etwas Zuckerkleber (KLICK HIER) oder etwas royal icing zusammen kleben. Der Vorteil von royal icing als Kleber ist, dass es die zarten Blätter nicht durch weicht und eine enorme Klebekraft hat. Ein ausführliches Tutorial findet ihr noch einmal HIER.
Dann 6 kleine Blütenblätter ausstechen und wieder genau so bearbeiten. Auch leicht rund trocknen lassen, dann bereits in die vorbereitete Blüte kleben.
Ganz zum Schluss die schwarze Mitte einkleben (mit Zuckerkleber oder royal icing).
Die Blüten können so gelassen oder bemalt werden. Dafür habe ich etwas „Claret“ Pastenfarbe mit klarem Alkohol gemischt und mit einem sauberen Pinsel aufgetragen. Ich habe die Blätter im leicht durchsichtigen Aquarell Stil bemalt. Blüten ca. 1 Tag gut durch trocken lassen. Dann kurz über Wasserdampf halten, damit Speisestärkereste entfernt und die Farbe fixiert wird, aber Vorsicht – Verbrennungsgefahr! Jetzt die fertigen Blüten mit Zuckerkleber oder royal icing auf der Torte befestigen.
Für die kleine schwarzen Ästchen habe ich weißen 26 gauge papierummantelten Blumendraht auf je ca. 2 cm Länge gekürzt. Jetzt aus schwarzer Blütenpaste kleine Kügelchen formen und auf die Blumendrahtstücke stecken. Trocknen lassen. Dann die einzelnen Ästchen mit Hilfe von Floristenband (hier weiß) zusammen drahten. Ich schneide immer zuerst ein ca. 5 cm langes Stück ab und halbiere es dann mit Hilfe einer Schere noch einmal der Länge nach. So kann man es einfache wickeln. Alle Blüten lassen sich gut 1 Woche vorher vorbereiten und trocken lagern.
Die obere Torte zuerst mit schwarzem Fondant überziehen und oben mit einem Prägestab darüber rollen. Dann habe ich mit Hilfe der WILTON Rosen mould viele Perlenketten hergestellt und diese am oberen Rand beginnend mit Zuckerkleber rund um die Torte geklebt.
Die untere Etage mit weißem Fondant überziehen. Dann mit Hilfe eines Lineals die Höhe der Torte messen und durch 4 teilen, waagerecht gerade Striche bei den 4 Teilen ziehen. Jetzt eine kleine Menge Fondant stark mit Pink und „Claret“ eilänglich ausrollen und mit einem Lineal und langem Messer unten gerade abschneiden (in der gemessenen Höhe). Mit etwas Zuckerkleber am unteren Rand auf der Torte fest kleben. Jetzt etwas weißen Fondant zu den pinken Fondantresten geben und wieder einen Streifen herstellen, fest kleben. Der dritte Streifen entsteht durch Zugabe von noch mehr weiß und der oberste Streifen ist schneeweiß. Man kann die Tortenoberfläche zusätzlich mit dem Prägestab dekorieren. Die schwarze Torte auf die untere setzen (evt. abstützen) und mit den Blüten verzieren. Diese kann man mit etwas royal icing oder Zuckerkleber auf der Torte befestigen.
Ich wünsche Euch ganz viel Spaß beim Backen und Dekorieren, 
süße Grüße, Eure Kessy

25 August 2015

Blaubeer Mascarpone Käsekuchen – ombre no bake

Zu den schönsten Kindheitserinnerungen zählt für mich neben dem Pilze- auch das Heidelbeer sammeln. Die Hälfte der schönen reifen Früchtchen landete natürlich, wie bei allen Kindern, gleich im Mund und was gibt es Schöneres, als den ganzen Tag im Freien zu verbringen? Aus den vielen Früchten haben wir sehr oft Kompott gekocht, so hatte man das ganze Jahr über noch etwa davon. Dieser Kuchen hier besticht nicht nur durch seine schöne Ombre Farbe, sondern vor allem durch den Genuss. Er muss nicht gebacken werden und so können die Kleinen nach dem Sammeln auch gleich super mit helfen.
Für eine 15 cm Form (alt. 18 cm)
Für den Keksboden:
80 g Butterkekse
25 g brauner Zucker
1 Prise Salz
60 g geschmolzene Butter
Für die Creme:
1 Glas Wald Heidelbeeren (ca. 540 g)
9 Blatt Gelatine
250 g Speise Quark
500g Mascarpone
160 g Zucker
2 Päckchen Vanillezucker
Saft aus 1/2 Zitrone
1 EL Heidelbeerkonfitüre
Für die Dekoration:
75 g Zartbitter-Schokoguss
3 Tropfen Speiseöl
ca. 150 g frische Blaubeeren
Ich habe für diese Torte die neue extra tiefe Profi Backform von "Blueboxtree" erhältlich klick HIER in der Größe 15 cm. verwendet. Besonders toll finde ich, dass sie einen extra hohen Rand von 10 cm hat, ideal für Torten und keine Verschlussstelle wie bei einer Springform.
Um die Torte leicht heraus heben zu können, kann man sich eines kleinen Tricks bedienen. Zuerst den Rand der Form leicht fetten. Dann die Form auf einen Bogen Backpapier stellen, mit einem Stift rundherum fahren und das so vorgemalten Kreis ausschneiden. Jetzt 2 Streifen Backpapier über Kreuz in die Form legen, sodass sie über den Rand hinaus hängen. Dann den zurecht geschnittenen Kreis darauf legen. Zum Schluss einen Streifen Backpapier als Rand in die Form legen. Durch die Butter bleibt das Papier ganz glatt am Rand haften.
Die Kekse in einen Frischhaltebeutel geben, verschließen und mit einem Nudelholz darüber fahren, bis feine Krümel entstanden sind. Mit dem Zucker, Salz und der Butter vermengen und in die Form geben. Mit dem Löffelrücken zu einem Boden fest drücken. Bis zur Weiterverarbeitung in den Kühlschrank stellen.
Für die Füllung:
Die Waldheidelbeeren durch ein Sieb schütten, dabei den Saft auffangen. Ich verwende bewusst eigekochte, da sie sehr aromatisch sind und zudem eine tolle Farbe abgeben! Je 3 Blätter Gelatine in reichlich kaltem Wasser einweichen.Den Quark mit der Mascarpone, dem Zucker, Vanillezucker und der Zitrone glatt rühren. Die Masse gleichmäßig auf 3 Schälchen verteilen. Für die unterste dunkle Schicht ca. 2/3 der Heidelbeeren einmischen und mit der Konfitüre glatt rühren. Das erste Schälchen Gelatine abgießen und die Gelatine bei leichter Wärme auflösen. 2 EL der Quarkmasse einrühren, damit keine Klümpchen entstehen, dann das Gemisch unter die restliche Quarkmasse heben. Auf den Boden geben und im Kühlschrank ca. 2 Stunden fest werden lassen.
Für die mittlere Schicht das restliche Drittel Heidelbeeren zum zweiten Schälchen Quarkcreme geben, die zweite Portion Gelatine auflösen. Die so enstandene Creme auf die erste Schicht in die Form geben. Nach 1 Stunde folgt die letzte Schicht, bei der das 3. Schälchen Quarkcreme mit der letzten Portion Gelatine vermengt wird. Mindestens 6 Stunden, besser über Nacht im Kühlschrank fest werden lassen. Die Torte mit Hilfe der überhängenden 4 Enden der Backpapierstreifen aus der Form heben. Besonders gut geht das zu zweit. Dann die Schokolade mit dem Öl über dem Wasserbad schmelzen und über die Torte geben. Mit frischen Beeren dekorieren. 
Tipp: Aus dem Heidelbeersaft, einem Schuss Mineralwasser, frischer Zitrone und Eiswürfeln lässt sich später eine tolle Erfrischungslimonade herstellen. Serviert in so einem hübschen Mason Glas erhältlich HIER, macht die Limo gleich doppelt Spaß.
 Ich schicke Euch süße Grüße, Eure Kessy

17 August 2015

Lena am Strand

Im Sommer ist es Zeit für Sonne, Strand und Meer. Und auch die kleine Lena macht einen Ausflug und genießt ihren Badetag an der See. Dafür passend habe ich diese kleine Torte vorbereitet. Basisrezepte für den Boden sowie die Füllung findet ihr HIER. Die Torte wird danach wie immer fondanttauglich gemacht. Nähere Infos dazu findet ihr HIER.
Die Torte habe ich zuerst mit ganz hellblauem Fondant überzogen. Den Rest des abgeschnittenen Fondantes habe ich für das cake board verwendet. Im nächsten Schritt habe ich eine kleine Menge Fondant eine Nuance dunkler gefärbt, einen Streifen ausgerollt (vorher Höhe abmessen) und an der oberen Kante in gleichmäßigen Abständen mit einem runden Ausstecher (alternativ kleines Glas) Halbkreise ausgestochen.
Mit Zuckerkleber (Klick KIER) an der Torte fest kleben. Genauso mit 2 weiteren Streifen, jeweils schmaler und dunkler verfahren. Auch diese als Wellen fest kleben. 
Dann ein paar Butterkekse in einen Frischhaltebeutel geben, verschließen und mit dem Nudelholz darüber fahren, bis Krümel entstanden sind. Diese bis auf einen Rest für die Torte und Sandburg auf dem Cake board verteilen. Noch besser hält es, wenn ihr das cake board an den bestreffenden Stellen vorher mit einem Hauch Zuckerkleber einstreicht.
Den Rand der Torte habe ich mit einem Sonnenschirm verziert. Die Vorlage zum Ausdrucken findet ihr HIER.  Nur Ausdrucken und ausschneiden. Dann den Schirm einmal als ganzes aus einem Streifen Blütenpaste (klick HIER)  ausrollen und ausschneiden, dann die Vorlage in 3 Teile zerschneiden und die einzelnen 3 Teile in den Lieblingsfarben noch einmal aus Fondant (oder Blütenpaste) ausschneiden und mit Zuckerkleber auf das weiße Stück Blütenpaste kleben.
So habt ihr einen schönen stabilen Sonnenschirm. Diesen zuerst eine halbe Stunde auf dem Tisch drucken lassen, dann erst mit einem Hauch Zuckerkleber auf der Torte befestigen. Den Stiel formen und ankleben.
Für das Surfboard wieder die ausgedruckte Vorlageverwenden. Das Brett zwei mal aus Blütenpaste ausschneiden und die erste Hälfte mit 2 Zahnstochern belegen (zum Stabilisieren) oder alternativ Spagetti verwenden. Sie sollten ca. 5 mm unten heraus stehen, damit man sie später in die Torte stecken kann, so wird das Brett stehen können. Mit Zuckerkleber bestreichen und die zweite Hälfte passend darauf kleben. Trocknen lassen. Jetzt kann es nach Belieben verziert werden. Ich habe dafür den „Hawaiian Flower Austecher“ verwendet. Die ausgestochenen Blüten dann noch mit einem blade tool verfeinern und fest kleben. Den Blumendocht habe ich aus schwarzem Fondant geformt und aufgeklebt und anschließend mit schwarzen Zuckerperlen verziert. Noch weitere kleine Blümchen ausstechen und aufkleben.
Weitere Blüten auf der Torte fest kleben. Aus weißem Modellierfondant habe ich frei Hand die kleine Sandburg geformt und etwas Zuckerkleber auf die Oberfläche gegeben. Dann mit Kekskrümeln verzieren und auf die Torte setzen. Die restlichen Kekskrümel locker auf der Torte verteilen.
Fehlt nur noch die kleine Lena. Zuerst den Körper aus einem Kegel formen und mit einem Zahnstocher, der oben ca. 5 mm heraus steht stabilisieren. Sie ist komplett aus Modellierfondant gefertigt, heißt Hälfte Blütenpaste zu Hälfte Fondant. Für den Hautton habe ich etwas ivory und einen Hauch rosa verwendet. Dann den Badeanzug formen und mit Zuckerkleber auf dem Körper fest kleben.
Im nächsten Schritt die Beine und Arme formen und fest kleben. Ich habe sie etwas "Babyspeck - mässig" modelliert.
Den Badeanzug ganz nach Wunsch verzieren. Den Kopf in der Hand aus einer Kugel formen.
Für die Augen zwei kleine Löchlein pichsen. Den Mund mit einem blade tool vorzeichnen und in der Mitte öffnen (z.B. mit Hilfe eines Dresden tools). Zwei schwarze Fondantkügelchen (oder Zuckerperlen) in die Augenhöhlen kleben.
Die Nase und Ohren aus winzigen Kügelchen formen und fest kleben. Noch eine kleine rosa Zunge in den Mund kleben. Ganz nach Wunsch der Figur eine Frisur machen. Lena etwas trocknen lassen, dann auf die Torte setzen. Eine Übersicht zu den tools findet ihr HIER noch einmal. Den Liegestuhl habe ich im Bastelladen gefunden. Er dient nur zu Dekorationszeiten.
Für den Ball habe ich eine kleine Styroporkugel, die ihr im Bastelbedarf findet, verwendet. Diese mit Zuckerkleber einstreichen und mit bunten Fondant Streifen verzieren. Ihr könnt dafür natürlich auch ein anderes Design verwenden. Wer keine Styroporkugel hat, kann auch eine Kugel aus Fondant formen, trocknen lassen und verzieren.
... und hier habe noch eine kleine Übersicht für euch - alles auf einen Blick...
Ich wünche Euch ganz viel Spaß beim backen und Dekorieren,
süße Grüße, Eure Kessy