25 September 2017

Polarlichtertorte mit Tinkerbell - Mix it Up by Dr.Oetker

Diesen Sommer hatte ich wieder das Vergnügen, in den Norden zu reisen. Ein paar Eindrücke der letzten Reisen findet ihr HIER und HIER. Und wenn man auch eher im Winter die beste Chance auf Nordlichter hat, so kann man bei günstigen Bedingungen diese auch in lauen Sommernächten beobachten. Dieses Spektakel ist so wunderschön und magisch, dass man noch ganz lange davon träumt. Und so ist auch die Idee für meine magische Island Elfentorte entstanden.
Ganz wundervoll finde ich dazu das passende "Dekor Kreationsset" von Dr.Oetker, welches es in 2 Farbtönen (rosa und blau) gibt. Noch dazu ist diese Torte Teil einer ganz tollen Aktion, bei der 3 Blogger unabhängig voneinander eine Torte erstellen und diese anschließend zu einem Ganzen zusammen gefügt werden. Einen Einblick darüber könnt ihr Euch klick HIER verschaffen. Meine Arbeit war die dabei die unterste Etage, was jeden Kuchenbäcker vor die schwierige Aufgabe eines stabilen Teiges stellt, denn gerade bei mehrstöckigen Torten zählt nicht nur guter Geschmack, sondern vor allem auch Tragkraft. 
Hinweis: Meine Torte hat eine Höhe von 10 cm und ich habe die hier angegebene Menge dazu verdoppelt, sprich 2 Kuchen gebacken und damit die Torte gestapelt. 

Für eine 28 – er Backform:
5 Eier (M)
250 g Puderzucker
250 ml Vanillesauce (alternativ Baileys oder Buttermilch)
125 ml Öl
300 g Mehl
30 g Backkakao
1 Päckchen Backpulver
Den Boden der Backform mit Backpapier auslegen, den Rand leicht fetten. Den Ofen auf 170 Grad Ober/Unterhitze vorheizen. Die Eier mit dem Puderzucker schaumig rühren, bis eine weißliche Masse entsteht. (Das dauert ca. 5 Minuten, aber unbedingt machen, bis man sieht, dass sich die Masse auch verdoppelt hat und richtig schaumig ist.) Dann schnell das Öl und die Vanillesauce unterrühren. Die trockenen Zutaten, also Mehl, Kakao und Backpulver mischen und zum Schluss rasch unterheben. Auf unterster Schiene 50 – 55 Minuten backen. Dann Stäbchentest machen. Anschließend den Ofen ausschalten, aber Kuchen noch ca. 10 Minuten drinnen lassen, anschließend Tür nur einen Spalt öffnen und Kuchen weitere 10 Minuten abkühlen lassen, bevor man ihn aus dem Ofen nimmt. Anschließend mit einem Messer vorsichtig den Rand lösen, ganz abkühlen lassen.
Buttercreme:
450 g sehr weiche Butter
470 g Puderzucker
½ TL Salz
Dann jeden Boden 2 mal halbieren. Um einen Boden einen verstellbaren Tortenring stellen. Aus der Butter mit dem Puderzucker und Salz eine schöne, luftige Buttercreme aufschlagen und die Torte mit 2/ 3 der Menge stapeln, anschließend mindestens 3-4 Stunden kühlen.
Den Ring entfernen und von außen komplett mit der restlichen Buttercreme einstreichen und glätten.
Im nächsten Schritt mit dem Fondant eindecken und dekorieren.
Ich habe mich bei der Dekoration für Airbrush entschieden, denn damit kann man ganz einfach tolle Farbverläufe kreiieren. Dabei schaue ich mir immer die Fotos von echten Polarlichtern an, um mich inspirieren zu lassen.
Ich habe 2 verschiedene Blautöne verwendet, einen Hauch rosa und später dunkelblau/schwarz.
Dann etwas weiße Pulverfarbe mit etwas klarem Alkohol vermischen und mit einer Zahnbürste Pünktchen darauf spritzen. Dadurch kommen etwas dickere Pünktchen zustande und man kann die Milchstraße mit ihren Sternen imitieren. Gut trocknen lassen.
Mit schwarzer Lebensmittelfarbe habe ich am unteren Tortenrand eine Schattenlandschaft gemalt. Dafür eignet sich die gebrauchsfertige Metallic Food Paint Frabe (von Rainbow Dust), die nicht mehr angerührt werden muss und leicht glitzert.
Dann die Scherenschnittbilder anbringen. Bei den kleinen Elfen habe ich mich für die berühmte Tinkerbell aus Peter Pan entschieden. Die Vorlagen könnt ihr euch HIER und HIER herunter laden. Dann einfach auf gewünschter Größe ausdrucken, ausschneiden. Schwarzen Fondant, welcher mit CMC Pulver vermischt wurde ca. 3 mm dünn ausrollen und die ausgeschnittenen Bilder darauf legen, fein säuberlich rundherum ausschneiden und gut durch trocknen lassen. (Das kann auch gut ein paar Tage vorher vorbereitet werden)
Dann die Dekoelemente mit etwas Zuckerkleber auf der Torte befestigen. 
Im nächsten Schritt die Gletscherteile anbringen. Große, durchsichtige Eisschollen an die Seite und kleinere Stücke, die ich nicht so durchsichtig sondern eher "steinig" gestaltet habe am unteren Rand und oben drauf.
Hinweise und ein ausführliches Tutorial zur Herstellung der essbaren Gletscherteile, die auch gut einige Zeit vorher vorbereitet werden können, finden sich auf dem Blog unter: 


Die Kanten der Gletscherteile habe ich mit Goldfarbe bestrichen und so zum glitzern gebracht.
... und jetzt bleibt gespannt auf die nächsten 2 Etagen, die Euch in den nächsten Tagen bei Dr.Oetker vorgestellt werden, 
süße Grüße, Eure Kessy
Hinweis: Der Artikel enthält Werbung

17 September 2017

Panna Cotta Velvet Dahlien mit Fruchtpralinenkern

Guten Morgen meine Lieben. Ich hoffe ihr habt ein wunderschönes Wochenende. Der Herbst zeigt sich ja gerade von seiner bezauberndsten Seite. Eine tief stehende Sonne, die die bunten Blätter in farbenfrohe Kunstwerke taucht. Der Nebel der früh über unserem Flussufer steht und die Tauftröpfchen glitzern lässt. Und natürlich diese fabelhafte Auswahl auf dem Wochenmarkt. Zu meinen Lieblingsblumen gehören dabei ganz eindeutig Dahlien. Ich liebe ihre kräftigen Farben und unterschiedlichen Formen. Um so mehr freue ich mich, euch heute diese kleinen essbaren Kunstwerke präsentieren zu können. Ihr könnt sie ganz einfach nach machen und euren Tisch in einem Hingucker verwandeln.

Die Form habe ich von der Firma SILIKOMART, es gibt sie auch in unterschiedlichen Größen! Darin verbirgt sich bei mir Panna Cotta, der italienische Klassiker auf einem zarten Biskuitboden und in der Mitte ist jedes Törtchen mit einer selbstgemachten Fruchtpraline gespickt. 
Um dem Ganzen ein hübsches finish zu geben, habe ich es mit einer Schicht Samt, sprich Velvet überzogen. Dafür könnt ihr dieses Spray von silikomart verwenden. Es gibt es in tollen Farben, muss nur kurz geschüttelt werden und wird einfach aufgesprüht. 
Für 6 Stück:
Fruchtpralinen:
ca. 80 g gemischte Beeren
1 TL Zitronensaft
1 EL brauner Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
Für die Fruchtpraline die Früchte in einen kleinen Topf geben, etwas Zitronensaft und braunen Zucker dazu geben, Vanillezucker darüber streuen und 3 – 5 Minuten aufkochen.
Mit einem Pürierstab pürieren,

dann das vegetarische Gelierpulver darüber streuen, mit einem Schneebesen einrühren und nochmals sprudelnd aufkochen.
Sofort in die Miniförmchen gießen und im Gefrierschrank fest werden lassen.
Für den Biskuitboden:
110 g Butter
80 g Zucker
2 Eier
90 g Mehl
2 TL Backpulver
30 g Kakaopulver
1 EL warmes Wasser
Zuerst den Biskuitboden vorbereiten. Dafür den Ofen auf 160 Grad Umluft vorheizen. Das Backblech mit backpapier belegen. Die zimmerwarme Butter mit dem Zucker schaumig schlagen Die Eier nach und nach dazu schlagen. In einer separaten Schüssel das Mehl mit dem Kakaopulver und Backpulver mischen. Diese Mischung zum Butter-Zucker-Eigemisch geben und alles rasch verrühren. Sollte der Teig dann noch etwas zu fest erscheinen, 1 EL warmes Wasser zugeben.
Den Teig auf das Blech streichen und auf unterster Schiene ca. 15 - 20 Minuten backen. Den Gartest machen und dann herausnehmen, abkühlen lassen. Mit dem Ausstecher Kreise ausstechen. Sollte man dafür keine Form haben, dann ein entsprechend großes Glas suchen, auf den Teig stürzen und mit einem Messer rundherum ausschneiden. 

Panna Cotta:
3 Blätter weiße Gelatine
1 Vanillieschote
60 g Zucker
450 ml Schlagsahne
Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. 1 Vanilleschote längs einschneiden und das Vanillemark mit dem Messer herauskratzen.
Vanillemark mit dem Zucker und der Sahne in einem Topf verrühren und aufkochen. Topf vom Herd ziehen, Gelatine gut ausdrücken und in der heißen Sahne auflösen.
15 Minuten abkühlen lassen, dann in die Förmchen gießen,
die Pralinen hinein legen und je mit einem Boden abschließen.
Im Kühlschrank mind. 3 Stunden, besser über Nacht vollständig abkühlen und gelieren lassen. Dann auf eine Tortenplatte stürzen und servieren.

Und jetzt wünsche ich Euch einen wunderschönen Tag und eine tolle neue Woche, Eure Kessy



03 September 2017

Eszterházy Torte

Ihr Lieben, diese Woche hält unsere Sonntagstorte wieder einen typischen Klassiker bereit - einen Klassiker aus dem österreichisch ungarischen Bereich - die "Eszterházy Torte". Diese Torte wurde am Ende des 19 Jahrhunderts entwickelt, entstammt der Epoche des Dekadentismuses und war ein absoluter Liebling der Herrscher der K & K Monarchie. Auch heute noch wird sie in den zahlreichen Kaffeehäusern in Budapest und Wien gereicht. Einen Blick in eines der Berühmtesten könnt ihr HIER werfen.

http://www.kessybona.com/2016/12/ein-stuckchen-torte-im-budapester.html

Eine leicht abgewandte Form habe ich für euch vorbereitet und bin mir sicher, dass auch ihr von diesem Leckerbissen begeistert sein werdet...

Für die Böden: 26- 28 cm

8 Eier (M)
150 g Puderzucker
1 Prise Salz
1 Päckchen Vanillezucker
abgeriebene Schale einer halben Zitrone
250 g gemahlene Haselnüsse (Walnüsse oder Mandeln)
80 g Mehl
2 TL echtes Kakaopulver
Den Ofen auf 190 Grad Ober/Unterhitze vorheizen. Den Boden der Springform mit Backpapier auslegen. Den Rand dünn fetten.
Die Eier sorgfältig trennen und die Eiweiß mit der Prise Salz steif schlagen, beiseite stellen. Die Eigelb mit dem Zucker, Vanillezucker und der Zitronenschale verrühren.
Die Nüsse mit dem Mehl und dem Kakaopulver vermischen, dann unter die Eigelbmischung rühren, zum Schluss vorsichtig das Eiweiß unter heben und mit der Hand verrühren, bis keine Schlieren mehr zu erkennen sind.
Aus der Teigmasse einzelne Böden backen. Dafür je 4 -5 EL Teig in die Springform streichen und auf unterster Schiene ca. 12-15 Minuten backen. So fortfahren, bis der Teig aufgebraucht ist.
Für die Buttercreme:
250 ml Milch
2 Eigelb
1 Päckchen Vanillepuddingpulver
60 g Zucker
80 g Haselnuss Nugat
270 g weiche Butter
Von der Milch ca. 60 ml entnehmen und mit dem Puddingpulver verrühren. Die Eigelb einrühren. Die restliche Milch mit dem Zucker aufkochen, Puddingmischung einrühren und einen Pudding kochen.
Den Nugat dazu geben, glatt rühren und die Mischung auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.
Die Butter dazu geben und alles aufschlagen.
Ca. 5-6 EL der Creme zur Seite stellen, mit der restlichen die Torte schichten. Dafür um den untersten Tortenboden einen verstellbaren Tortenring stellen, dann immer abwechselnd Buttercreme und Boden schichten. Oben mit einem Boden abschließen.
Tip:
Praktisch ist es, wenn man die Böden abwechselnd mit zwei gleich großen Blechböden bäckt, da eines davon immer wieder abkühlen kann. Beim Stapeln der Tortenböden zwischen jeden erkalteten Boden ein Stück Backpapier legen, da man ihn dann später bequem hochheben kann.
Für die Fertigstellung
30 g Marillenmarmelade (o. Aprikose)
150 g gehackte Mandeln
200 g Puderzucker
Zitronensaft
Echter Kakao
Die Tortenoberfläche mit Marmelade bestreichen. In einer beschichteten Pfanne ohne Fettzugabe die Mandeln rösten, abkühlen lassen. Den Tortenrand mit der restlichen Buttercreme dünn bestreichen und mit den Mandeln bestreuen.
Dann den Tortenguss vorbereiten. Dafür den Puderzucker mit etwas Zitronensaft tröpfchenweise anrühren, bis eine gleichmäßige Glasur entstanden ist. Auf die Tortenoberfläche geben. Den Rest mit Kakao dunkel einfärben und kleine Kleckse auf die Glasur geben, dann mit einem Zahnstocher Muster hinein ziehen. Trocknen lassen.
Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag, 
süße Grüße, Eure Kessy

20 August 2017

Norwegische Blaubeer Tarte - blåbær kake

Ihr Lieben - es ist wieder Zeit für unseren Sonntagskuchen. Die letzten Wochen waren wir sehr viel unterwegs und ich hatte das Glück, eines meiner Lieblingsländer besuchen zu können.
Norwegen ist wie gemalt - es sieht aus wie aus einem Herr der Ringe Film. Wir waren mit dem Auto unterwegs und haben eine Strecke von 1500 km zurück gelegt.
Welch wunderschöne Sachen gesehen haben, zeige ich euch in den nächsten Tagen auch noch auf dem Reiseblog.
Aber so viel kann ich euch schon verraten - zu meinen schönsten Erinnerungen gehört definitiv der Aufstieg zum Briksdalsbreen Gletscher, bei dem wir unterwegs frische Blaubeeren, Walderdbeeren und Himbeeren gepflückt haben.

Abends in unserer roten Hütte am Rande des Fjordes wurde dann daraus dieser leckere und so einfache Blaubeerkuchen gebacken, ganz nach Anleitung der Hausherrin :) 

Für eine 24 er Backform
Für den Teig:
200 g Mehl
80 g weiche Butter
1 Prise Salz
1 Päckchen Vanillezucker
50 g brauner Zucker
1 Ei (M)
Füllung:
200 ml Milch
1 Päckchen Vanillepudding
70 g brauner Zucker
1 Prise Salz
½ Zitrone
1 EL Butter
1 Ei
100 g Schmand
(evt. Kardamon)
250 -300 g Blaubeeren
Die Backform leicht fetten und mit Mehl ausstäuben. Aus den Zutaten des Bodens mit den Händen rasch einen glatten Teig formen. Die Backform leicht fetten. Dann 2/3 des Bodenteiges direkt in die Form geben und mit den Fingern als Boden fest drücken. Aus dem anderen Drittel den Rand formen, mit einer Gabel ein pichsen, dann ca. eine halbe Stunde in den Kühlschrank zum Kühlen stellen.
Den Ofen auf 175 Grad Ober/Unterhitze vorheizen.
Einen Pudding nach Anleitung kochen, dabei aber nur 200 ml Milch verwenden, den Zucker, Salz, die abgeriebene Zitronenschale und Butter darunter heben. Etwas abkühlen lassen, dann das Ei und den Schmand darunter schlagen.
Wer mag, kann die Füllung mit einer Prise Kardamon leicht würzen, das passt perfekt dazu. Auf dem Boden verteilen, mit den Beeren belegen.
Den Kuchen auf unterster Schiene ca. 60 Minuten backen. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.
und jetzt einfach am besten schon lauwarm auf die Hand genießen, habt einen wunderschönen Sonntag, Eure Kessy