06 Januar 2018

Lilien Torte - Blüten Tutorial

Auch wenn ich doch noch ein bisschen der wunderschönen Weihnachtszeit und den glitzernden Bäumchen hinterher trauere, so bin ich doch schon voller Energie und Vorfreude. Ich hoffe und wünsche Euch, dass ihr ein ganz tolles neues Jahr haben werdet!
Auf dem Blog beginnen wir gleich mit einem ausführlichen Schritt für Schritt Tutorial. Ausgesucht habe ich mir dafür detailgetreue Lilien - die, wie ich finde, ganz hervorragend zu Torten passen. Im kommenden Frühling erwarten uns wieder viele tolle Gelegenheiten, diese Zuckerblüten schön zu drapieren und daher können wir schon jetzt mit den Vorbereitungen beginnen.
Ihr benötigt:

Blütenpaste (Rezept HIER)
Palmin soft
Zuckerkleber (Rezept HIER)
Weißer papierummantelter Draht (28 gauge)
Pastenfarben
Pulverfarben
Pinsel
Malerpalette
Klarer Alkohol / Pipette
Lilienausstecher (2 Größen)
Lilien Silicon Veiner
Schere
Blade Tool
Cone Tool
Speisestärke
Grieß
Plastikform zum Trocknen / Alufolie
Gummipad
Buffer weiß
Grünes Floristenband
Im ersten Schritt die Blütenpaste mit einem Hauch Palmin soft weich kneten. Ihr könnt sie weiß lassen oder ganz nach Herzenslust mit Pastenfarben einfärben. Schöne Farbbeispiele echter Blüten findet ihr, wenn ihr im Internet nach Lilien sucht. Dann den Draht auf ca. 5 cm Länge kürzen. Dafür könnt ihr eine kleine Zange oder aber auch Schere verwenden. 

Blütenpollen

Zuerst habe ich die Pollen hergestellt. Dafür kleine ca. 2- 3 mm dicke Kügelchen formen, in welche der hauchdünn in Zuckerkleber getauchte Draht eingeführt wird. Dann spindelförmig formen.
Gut trocknen lassen, dann mit einem Hauch Zuckerkleber von außen bestreichen und in Grieß wenden, fest werden lassen.
Blütenstempel
Eine ca. 3 mm dicke Kugel formen und einen leicht mit Zuckerkleber benetzten Draht einführen.
Zwischen Daumen und Zeigefinger einen Teil der Masse am Draht entlang auslaufen lassen und fest drücken. Das dickere Ende mit einem blade toll dreieckartig markieren. Nach dem Trocknen das "Dreieck" mit etwas grüner Puderfarbe abstäuben.
Je 6 Pollen und mittig einen Blütenstempel zu einem Sträußchen zusammen fassen und mit einem Stück Floristenband zusammen binden.

Blätter

Die Blütenpaste mit grüner Pastenfarbe einfärben. Frei Hand (oder mit einem Ausstecher) längliche Blätter ausschneiden und diese mittig mit dem Cone Tool länglich einritzen. Den Draht einführen und die Blätter leicht wellig trocknen lassen.
Mit dem grünen Floristenband umwickeln. Mit dunkelgrüner Puderfarbe abpudern. Wer mag kann sich aus hellgrüner Blütenpaste noch Knospen formen.

Blütenblätter

Die weiße Blütenpaste sehr dünn (ca. 1-2 mm) ausrollen.
Mit dem Ausstecher pro Blüte 3 kleine und 3 größere Blätter ausstechen, am unteren Ende den leicht mit Kleber benetzten Draht einfügen
und das Blatt anschließend in den leicht mit Speisestärke abgepuderten Veiner legen.
In Form trocknen lassen. Dafür kann man spezielle Plastikformen wie auf dem Bild sichtbar nutzen oder sich selbst aus zusammengefalteter Alufolie eine Form machen. Sehr gut trocknen lassen (am besten über Nacht).
Dann mit einem Buffer (Fingernagelbedarf) vorsichtig über die Ränder gehen, so entfernt man kleine Unebenheiten und es entsteht eine perfekte Kante. Anschließend geht es ans Bemalen und Gestalten:
Bei den Puderfarben kann ich euch ganz besonders die wunderschönen Farbtöne der Firma Fractal empfehlen, sie haben eine unglaubliche Ergiebigkeit und intensive Farbekraft. Wie schon oben geschrieben empfehle ich euch entweder echte Blüten als Beispiele auf den Tisch zu legen oder euch entsprechende Fotos im Internet anzuschauen und die Blüten dementsprechend zu bemalen. Ich habe im ersten Schritt den später nach innen liegende Teil der Blütenblätter mit einem großen und sehr weichen Pinsel mit einer Mischung der Farbtöne: „Orchid Purple“, „Cyclamen“, „Maroon“ und und „Baby Rosa“von Caros Zuckerzauber abgepudert, dabei in Richtung Draht intensiver, sprich dunkler werden.
Anschließend die dunkleren Farbtöne mit ein paar Tropfen klarem Alkohol mischen und wie auf dem Foto sichtbar winzige Pünktchen setzen, alles gut trocknen lassen. Mittig ein Pollensträuschen nehmen und je mit 3 kleineren Blütenblättern zusammen binden.
Dann 3 größere Blütenblätter immer auf Lücke dazu binden. Zum Schluss das so entstandene Sträußchen komplett mit grünem Floristenband umwickeln. Die Blüten wie gewünscht auf der Torte anordnen.
Ich wünsche Euch ganz viel Spaß beim Modellieren 
und schicke süße Grüße, Eure Kessy

20 Dezember 2017

Sächsische Quarkkeulchen

Ich liebe ja richtig schöne Landrezepte, echte Hausmannskost und Küchenschätze, die von Generation zu Generation weiter gegeben werden.
Diese Keulchen habe ich schon als Kind von meiner Oma und Mama gemacht bekommen und jetzt lieben wir sie auch hier bei uns zu Hause. Mein Sohn mag am liebsten Apfelmus dazu, aber auch Kirschgrütze schmeckt ganz hervorragend. Wer mag, kann direkt in den Teig auch etwas Apfel reiben oder eine (vielleicht schon etwas reifere) Banane drücken.
Für 2-3 Personen (Ca. 10 Stück)
300 g mehlige Kartoffeln
100 g Speisequark
100 g Mehl
1 Ei
2 EL Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz
Die Kartoffeln kochen, abgießen, gut abdämpfen, pellen und durch die Handpresse drücken. Alternativ einfach reiben.
Mit dem Quark, Mehl, Ei, Zucker, Vanillezucker und Salz vermengen. Von der Masse kleine Portionen abstechen (ca. 2 EL pro Kugel) , in den Handinnenflächen rundliche Kugeln formen und dann flach zu „Keulchen“ zusammen drücken. 
Die Keulchen von beiden Seiten in Butter oder Butterschmalz bei geringer Wärmezufuhr langsam goldgelb braten,
dann heraus nehmen, auf Papier kurz abtropfen lassen, in Zucker wenden und mit den heißen Kirschen servieren. Im Übrigen schmecken sie auch kalt, werden aber wohl bestimmt schon vorher vernascht sein, 
süße Grüße, Eure Kessy



18 Dezember 2017

Selbstgebackener Spekulatius

Weihnachtszeit ist Plätzchenzeit. Zu einem unserer Lieblinge hat sich frisch gebackener Spekulatius entwickelt. Knusprig und mürbe zugleich und mit einer ganz feinen Note. Das passende Gewürz kann man sich auch selber mischen und je nach Geschmack etwas mehr oder weniger Zitronenschale dazu geben. Und das Allerbeste: Der leckere Geruch beim Backen verzaubert euer Zu Hause im Nu in ein Wintermärchen Häuschen... 
Passende Spekulatiusformen kann man häufig direkt auf Weihnachtsmärkten kaufen. Es gibt ganz klassische aus Holz, aber auch Rollen ähnlich eines Nudelholzes, mit denen man über den Teig rollt oder moderne und sehr leicht zu händelnde Silikonformen wie diese hier von Tchibo.
Für ca. 30 Stück:
 250 g Mehl
1 gestr. TL Backpulver
50 g gemahlene Mandeln (ohne Haut)
120 g sehr weiche Butter
115 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 EL Spekulatiusgewürz
1 Prise Salz
1 Ei (M)

Das Mehl mit dem Backpulver und den Mandeln mischen. Die weiche Butter dazu geben und mit dem Zucker, Vanillezucker, dem Gewürz und Salz bestreuen, zum Schluss das Ei darauf geben. Alle Zutaten rasch mit einem Knethaken, dann den Händen zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie gewickelt 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Ofen auf 180 Grad Ober/Unterhitze vorheizen.
Verwendet man eine Silikonbackform, dann diese nur beim ersten Verwenden leicht fetten, später ist das nicht mehr nötig. Den Teig in kleinen Portionen direkt in die „Fächer“ drücken und mit einem Nudelholz darüber fahren, überstehenden Teig vorsichtig abschneiden und wieder verwenden. Die Silikonform ganz unten in den Ofen schieben und ca. 10 Minuten hellgold backen.
Bei „traditionellen“ hölzernen Backformen bitte den Teig genau so in die Mulden geben und darüber rollen, dann auf ein mit Backpapier belegtes Blech stürzen (da diese Formen nicht im Ofen mitgebacken werden dürfen) und backen. Abkühlen lassen und in Metalldosen aufbewahren. Nach 2-3 Tagen schmecken sie am besten, da die Gewürze dann ganz wundervoll durchgezogen sind.

Tipp: Wer möchte, kann sich das "Spekulatiusgewürz" ganz schnell selbst mischen:

Spekulatiusgewürz
2 TL Zimt
2 Prisen gemahlene Gewürznelken
2 Prisen gemahlener Kardamon
1- 2 TL frisch geriebene Zitronenschale
süße Grüße, Eure Kessy

17 Dezember 2017

SPEKULATIUS CHEESECAKE mit Weihnachtskirschen - NO BAKE

Ihr Lieben, seit heute brennt das dritte Lichtlein am Adventskranz und wir stapfen mit großen Schritten auf Weihnachten zu. Da heißt es noch einmal den Backlöffel zu schwingen und Leckereien zu testen. Diese Woche habe ich mich an selbstgebackenen Spekulatius gemacht.

Während er als leckerer "Gewürzkekse" in den Nachbarländern und auch Skandinavien das ganze Jahr über genascht wird, zählt er bei uns zu den typischen Weihnachtsleckereien. Man kann ihn im Handumdrehen selbst backen, dass Rezept zeige ich Euch morgen. Und um die Gäste so richtig zu verwöhnen, haben wir daraus eine feine Torte gezaubert:
Für eine 20 cm Form:
Für den Boden:
150 g Spekulatius
60 g Butter
1 Prise Salz
Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Boden einer Springform mit Backpapier auslegen. Die fertigen Spekulatius in einen Gefrierbeutel geben und mit dem Nudelholz darüber rollen, bis feine Krümel entstanden sind. (alternativ im Multizerkleinerer hacken).
Die Butter schmelzen und mit den Krümeln und der Prise Salz vermengen.
In die Form geben und mit Hilfe eines Löffels zu einem Boden fest drücken. Im Ofen ca. 15-20 Minuten backen, auskühlen lassen.
Für die Weihnachtskirschen:
1/2 Glas Sauerkirschen (á 680g)
Weihnachtsgewürze wie: Zimt, Nelken, Sternanis
1 Orangenscheibe
100 ml Glühwein (oder Kinderpunsch)
60 g brauner Zucker
2 TL Speisestärke
Die Sauerkirschen abgießen und mit dem Glühwein (oder Kinderpunsch) in einen Topf geben. Die Orangenscheiben und Gewürze sowie den braunen Zucker zufügen und alles kurz aufkochen lassen. Bei kleiner Hitze ca. 10 Minuten köcheln lassen. Die Speisestärke mit etwas Glühwein auflösen, in den Topf geben, und eindicken lassen. Die Orange entfernen und alles abkühlen lassen.
Auf dem Keksboden verteilen, dabei rundherum einen Rand von ca. 1 cm frei lassen.

Füllung
200 g Schlagsahne
600 g Speisequark
4 Blatt Gelatine weiß
110 g Zucker
Schale einer Bio Zitrone
Mark 1 Vanilleschote / Aroma
Die Gelatine in Wasser einweichen, dann ausdrücken und das Wasser abgießen. Die Gelatine unter leichter Wärme auflösen. Die gut gekühlte Schlagsahne steif schlagen und beiseite stellen. Den Quark mit dem Zucker, der Zitrone und der Vanille verrühren. Von dieser Mischung 2 EL zur Gelatine geben und klümpchenfrei verrühren. Dann alles mit dem Rest der Quarkmischung verrühren. Vorsichtig die steif geschlagene Sahne unterheben, Die Masse anschließend auf den Boden geben. (Rezept hier)
Die Oberfläche glatt streichen und die Torte 3-4 Stunden, gern auch über Nacht in den Kühlschranks stellen. Den Springformrand entfernen. Mit ein paar zerbröselten Spekulatius bestreuen und wer mag kann ein paar Kekse rund um die Torte stellen.
Ich habe diese selbst gebacken, dass Rezept zeige ich euch morgen. Die Kekse wurden zusätzlich mit etwas royal icing verziert. (Rezept hier)
Süße Grüße, Eure Kessy
Als kleinen Tipp für Weihnachten: Bei uns wird es diese Torte an Heilig Abend in Miniform geben. Dafür einfach statt einer Springform kleine Metall Servierringe nehmen und diese befüllen. So kann man sie den Gästen perfekt als Nachtisch servieren.

10 Dezember 2017

Crystal Cake - GEODEN TORTE - Tutorial & VERLOSUNG

Der Trend der Kristall Torten geht um die Welt. Und mit nur ganz wenigen Mitteln kann man im Handumdrehen selbst zauberhaft glitzernde Geoden in allen Regenbogenfarben züchten. Selbst Kinder sind begeistert dabei und können sich am kleinen Experiment beteiligen. Dann braucht man nur Geduld und schon wachsen die schönen Formationen….

Für ca. 4 Kristalle
300 g weißer Zucker
100 g Wasser
Pasten Lebensmittelfarbe
Im ersten Schritt stellt man sich die Grundform her. Dafür habe ich Alufolie mehrfach gefaltet, so dass sie etwas dicker wird und in die Mitte eine Vertiefung gedrückt.
Sie wird später die äußere Form des Kristalls bilden. Dann habe ich etwas Fondant dunkelgrau gefärbt (gerne auch marmoriert) und ca. 2 mm dünn ausgerollt. Einen Kreis ausstechen und direkt in die Form legen.
Hauchdünn mit Zuckerkleber bestreichen und eine zweite weiße Schicht Fondant (etwas kleiner) hinein kleben.
Dann stellen wir die Zuckermasse her. Dafür Zucker mit Wasser im Verhältnis 3:1 in einem Topf mischen und sprudelnd aufkochen.
Vorsicht sehr heiß – Verbrennungsgefahr! Solange rühren, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Das erkennt man daran, dass die Masse komplett durchsichtig wird.
Dann vom Ofen ziehen, ca. 1 Minute abkühlen lassen und Pastenlebensmittelfarbe im Wunschton hinzufügen. Dabei lieber etwas mehr Farbe nehmen, damit der Kristall später schön kräftig gefärbt ist.
Jetzt ganz vorsichtig in die vorbereiteten Schälchen gießen.
Mit einem Stück Alufolie gut abdecken und mindestens ca. 7 Tage ruhen lassen. Das ist sehr wichtig, denn sonst würde sich auf der Oberfläche des Kristalls zuerst eine feste Schicht bilden und unten drunter alles flüssig bleiben.
Nach der Zeit vorsichtig die überschüssige Zuckerlösung abgießen und den Kristall nochmals ca. einen halben Tag kopfüber trocken lassen.
Wer mag, kann während dieser Zeit auch etwas essbaren Glitzer hinein streuen, der trocknet dann fest. Ganz zum Schluss mit einem scharfen Messer oder Skalpell nach Wunsch noch die Kante schön bearbeiten.
Währen der Wartezeit kann man auch die anderen essbaren Kristalle herstellen, denn auch sie benötigen eine Trockenzeit.
Dafür habe ich fertigen Kandiszucker gekauft, den es in verschiedenen Größen gibt.
Etwas klaren Alkohol in ein Schälchen geben, mit der Pastenfarbe einfärben und den Kandis hinein legen. Heraus nehmen und auf etwas Backpapier trocknen lassen.
Die Torte backen und befüllen, (Rezepte findet ihr HIER) dann jeweils einen tiefen Schlitz hinein schnitzen. im Wunschton mit Fondant eindecken und übereinander stapeln. Die Geode oben auf der Torte mit Zuckerkleber anbringen. Den Schlitz komplett mit Zuckerkleber einstreichen und mit der dunkelsten Farbe innen beginnend mit den Kristallen dicht an dicht bekleben. Die Übergänge nach außen mit der essbaren Gold/Silberfolie bekleben.
Gut trocknen lassen. Ein paar Kristalle kann man auch zur Deko rund um die Torte geben. Und da ja heute der zweite Advent ist, möchte ich Euch noch eine kleine Freude machen und verlose diese schöne "Vertigo" Silikonform der Firma SILIKOMART. Ideal für Pudding, Eiscreme oder auch Törtchen...
DIE VERLOSUNG IST BEENDET UND DIE GEWINNERIN BENACHRICHTIGT! 

VERLOSUNG
Hinterlasst mir bitte einfach hier unter diesen Post Eure Antwort auf die Frage "Was ist euch zur Weihnachtszeit am wichtigsten?"  und schon hüpft ihr in´s Lostöpfchen, Die Verlosung beginnt jetzt und endet am Sonntag, dem 17. Dezember 2017 um 20 Uhr. Mitmachen darf jeder, mit oder ohne Blog! Teilnehmen können alle Leser aus Deutschland über 18 Jahren. Der Gewinner wird per Zufallsverfahren ermittelt und von mir benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Bei allen, die keinen Blog haben, bitte ich Euch, entweder Eure E-mail Adresse oder Euren Namen mit dazu zu schreiben!

Und jetzt wünsche ich Euch einen wunderschönen zweiten Advent ihr Lieben, süße Grüße, Eure Kessy