22 Oktober 2017

Spieglein, Spieglein an der Wand … Mirror Cake Tutorial (ohne Glucose)

Ihr Lieben, es ist Sonntag und Zeit für  Kuchen. Schon lange wollte ich mich an die beliebten Mirror Glaze Cakes, also Spiegeltorten machen und euch dafür ein Tutorial zusammen stellen und jetzt hat es endlich geklappt.  Es funktioniert wirklich absolut problemlos und ganz einfach und wer es einmal auszuprobiert hat, wird sich immer wieder an neue Kreationen machen.
Als Basis habe ich dafür die "Abbraccio" Form von SILIKOMART verwendet, die mich irgendwie an eine fliegende Untertasse erinnert :) Darin zu backen ist wirklich ganz einfach und ein Vergnügen...
Besonders angetan haben es mir im Moment die Spiegeltorten, auch Mirror Cakes genannt. Man kann sie in allen Farben einfärben, auch marmorieren und später mit essbarem Gold, Früchten, Nüssen, Blüten oder Schokoladenspänen tolle Effekte zaubern.
Der Kuchen darunter: Eigentlich könnt ihr alle Kuchen oder Torten eurer Wahl backen. Ich habe mich für einen Baileysteig entschieden:

5 Eier (M)
250 g Puderzucker
250 ml Baileys ( alternativ Vanillesauce)
125 ml Öl
280 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
Den Boden der Backform mit Backpapier auslegen, den Rand leicht fetten. Den Ofen auf 170 Grad Ober/Unterhitze vorheizen. Die Eier mit dem Puderzucker schaumig rühren, bis eine weißliche Masse entsteht.
(Das dauert ca. 5 Minuten, aber unbedingt machen, bis man sieht, dass sich die Masse auch verdoppelt hat und richtig schaumig ist.) Dann schnell das Öl und den Baileys unterrühren. Die trockenen Zutaten, also das Mehl mit dem Backpulver mischen und zum Schluss rasch unterheben.
Auf unterster Schiene 50 – 55 Minuten backen.
Buttercreme:
200 g sehr weiche Butter
200 g Puderzucker
½ TL Salz
Aus den Zutaten eine schöne, luftige Buttercreme aufschlagen.Dann muss der Kuchen komplett von außen mit der Buttercreme bestrichen werden und anschließend für mindestens 1-2 Stunden in den Tiefkühler! 
In der Zwischenzeit kann die Glasur hergestellt werden.
9 Blatt weiße Gelatine
200 g Agavendicksaft
200 g Zucker
130 g Wasser
150 g gesüßte Kondensmilch
200 g helle Kuvertüre gehackt
(Lebensmittelgel- oder Pastenfarben)
Zuerst die Gelatine in reichlich kaltem Wasser einweichen.
Den Agavendicksaft, Zucker und Wasser in einen Topf mit dicken Boden geben
und unter Rühren aufkochen lassen, dann ca. 2 Minuten sprudelnd kochen lassen.

Die Kuvertüre ganz fein hacken. 
Den Topf vom Herd nehmen und die Kuvertüre und Kondensmilch einrühren, immer wieder rühren. 

Falls sich kleine Klümpchen der Kuvertüre nicht vollständig auflösen, kann man vorsichtig mit einem Pürierstab durch gehen. 
Dabei darauf achten, diesen dabei nicht aus der Masse heraus zu nehmen, damit sich möglichst wenige Luftblasen bilden. Dann am besten alles durch ein feines Sieb gießen.
Die Gelatine ausdrücken und nach ca. 5- 10 Minuten Abkühlzeit in die Glasur rühren. 

Die Glasur hat jetzt in etwas die Temperatur von 60 Grad. 
Die Schüssel mit etwas Frischhaltefolie abdecken und die Masse (nicht im Kühlschrank) auf ca. 33 - 35 Grad Celsius abkühlen lassen. Dabei wenn möglich ein Zuckerthermometer verwenden. (ansonsten den kleinen Finger in die Glasur halten : Fühlt es sich nicht kalt und nicht warm an, also ca. Körpertemperatur, könnt ihr die Glasur verwenden.) Dabei ist zu beachten, dass die Glasur, wenn sie zu warm ist, sehr schnell am Kuchen herab läuft und die Schicht dann zu dünn, sprich zu durchsichtig wird. Ist die Glasur jedoch zu kalt, ist die Masse zu dick und läuft nicht gleichmäßig über die Torte. 
Jetzt kann sie ganz nach Wunsch mit Pasten/Gelfarben eingefärbt werden. Die Torte auf ein Gitter (oder Backrost) stellen,
am besten etwas Alufolie darunter legen und die Glasur rasch gleichmässig darüber gießen.
Jetzt den Kuchen ganz nach Wunsch dekorieren und dann die Glasur trocknen lassen.
Dafür kann die Torte zurück in den Kühlschrank gestellt werden.
Dann die Torte anschneiden und genießen.
Tipp: Den Rest der Glasur in einen Frischhaltebeutel/Dose füllen und für die nächste Torte einfrieren. Vor Gebrauch über einem Wasserbad kurz erhitzen, bis alles geschmolzen ist, dann wieder auf ca. 33-35 Grad abkühlen lassen und wie gewohnt verwenden.

18 Oktober 2017

Zeche Zollverein - cake topper

Meine Lieben, heute ist Mittwoch und es ist Zeit für einen kleinen neuen Post. Vor 2 Wochen hat eine sehr gute Bekannte geheiratet und da das Paar große Fans des Ruhrgebietes sind und auch als Fotohintergrund die typischen Zechengelände dienten, sollte auch die Torte diese Liebe wieder spiegeln. Beim Konditor war eine klassische Hochzeitstorte bestellt, aber was der Bräutigam nicht wusste, war, dass auf ihn ein ganz besonderer Cake topper – der Förderturm der Zeche Zollverein - wartete.
Er hat eine Größe von ca. 25 cm. Ich habe ihn gänzlich aus Blütenpaste geformt, mit Schaschlickstäbchen stabilisiert und alles nach dem Trocknen Schritt für Schritt zusammen gefügt und mit Zuckerkleber verklebt.
Anschließend habe ich den Turm in den typischen Rost Tönen geairbrusht.
Ich hoffe dem Brautpaar eine Freude gemacht zu haben und wünsche ein Leben lang viel Liebe  und alles Gute zur Hochzeit..
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14 Oktober 2017

Mohn Brombeer Torte

Nach einem ziemlich verregneten Sommer beglückt und diese Tage der goldene Herbst. Schon morgens mit Sonnenstrahlen geweckt zu werden, macht doch gute Laune für den ganzen Tag. Da heißt es nochmals so richtig Sonne tanken und viel Zeit draußen verbringen. Vielleicht möchtet ihr ja auch noch einmal  leckeren Kuchen im Garten oder auf der Terrasse genießen? Da habe ich ein passendes Törtchen mitgebracht: Frische Brombeercreme auf saftigem Mohnteig harmoniert perfekt…
Für eine 18 – er Torte:
5 Eier (M)
250 g Puderzucker
1 Prise Salz
250 ml Vanillesauce
125 ml Öl
300 g Mehl
ca. 40 g Dampfmohn
1 Päckchen Backpulver
Man kann die Böden nacheinander backen, zu empfehlen sind aber 2 Backformen, die je zur Hälfte befüllt werden. Die Böden der Backform mit Backpapier auslegen, den Rand leicht fetten. Den Ofen auf 170 Grad Ober/Unterhitze vorheizen. Die Eier mit dem Puderzucker schaumig rühren, bis eine weißliche Masse entsteht. (Das dauert ca. 5 Minuten, aber unbedingt machen, bis man sieht, dass sich die Masse auch verdoppelt hat und richtig schaumig ist.)
Dann schnell das Öl und die Vanillesauce unterrühren. Die trockenen Zutaten, also Mehl, Mohn und Backpulver mischen und zum Schluss rasch unterheben. Auf unterster Schiene 50 – 55 Minuten backen. Dann Stäbchentest machen. Anschließend den Ofen ausschalten, aber Kuchen noch ca. 10 Minuten drinnen lassen, anschließend Tür nur einen Spalt öffnen und Kuchen weitere 10 Minuten abkühlen lassen, bevor man ihn aus dem Ofen nimmt. Anschließend mit einem Messer vorsichtig den Rand lösen, ganz abkühlen lassen. Je 1-2 mal waagerecht halbieren.
Für die Brombeer Creme:
250 g frische Brombeeren
2 EL (MONIN Brombeer Likör) o. mit Alkohol
220 g weiche Butter
220 g Puderzucker
1 Päckchen Vanillezucker
Schale und Saft ½ Bio Zitrone
180 g Frischkäse
3 EL Brombeerkonfitüre
7 frische Brombeeren in den Tiefkühler legen, die anderen pürieren, mit dem Zitronensaft und Sirup, bzw. Likör vermengen.
Die weiche Butter mit dem Puderzucker, der Prise Salz und dem Vanillezucker glatt schaumig rühren, dann den Frischkäse unterheben, mit der Zitronenschale abschmecken. Zum Schluss das Brombeerpüree und die Konfitüre einrühren. Die Creme zum etwas fest werden in den Kühlschrank stellen. Sobald die Creme etwas fester wird, kann die Torte geschichtet werden. 1/3 der Creme beiseite stellen, um den untersten Boden einen verstellbaren Tortenring stellen. Die Torte schichten, oben mit einem Boden abschließen. Etwas kühlen, dann den Tortenring entfernen.
Das beiseite gestellte Drittel mit einem großen Paletten Messer rund um die Torte streichen, zum Fest werden in den Kühlschrank stellen. Mit den gefrorenen Beeren und essbaren Blüten servieren.

08 Oktober 2017

Koala Bärchen Tutorial

Meine Lieben, nach einem wirklich wunderschönen Blütenkurs Tag gestern habe ich euch heute ein Tutorial mitgebracht wie ihr euch ein kleines Koalabärchen mit Baby selbst modellieren könnt. Ich hoffe es gefällt euch und ihr könnt es bald einmal ausprobieren...
Im ersten Schritt hellgrauen Modellierfondant herstellen. Dafür etwas Pastenfarbe schwarz und Claret in den Fondant einmischen und mit CMC Pulver gut durchkneten.
Zwischen den Handflächen eine Kugel für den Körper herstellen, dann zwischen Daumen und Zeigefinger den Hals dünner rollen. Einen gekürzten Zahnstocher in den Hals einführen, so dass er ca. 5 mm heraus steht. Einen kleinen Bauchnabel hinein drücken.
Aus 2 länglichen Fondantnudeln die Beinchen formen, die Ende dicker lassen und zwischen den Fingern die Füße formen. Je zwei mal einritzen und die Zehen andeuten. Später die schwarzen Kügelchen als Fussballen aufkleben.
Die Arme wie die Beinchen aus 2 Kugeln formen, die zu länglichen Nudeln weiter geformt werden. Die schmaleren Enden an den Schultern fest kleben, die Hände je zwei mal länglich einritzen. Mit Zuckerkleber befestigen. 
Für den Kopf eine schöne Kugel formen, 2 Löchlein für die Pupillen hinein pichsen, dann 2 schwarze Zuckerperlen (4 mm) einkleben). Mit einem tool oder Zahnstocher rund um die Augen kleine Fältchen und 2 Augenbrauen modellieren. Einen lächelnden Mund hinein ritzen und mit dem Dresden tool die Mundwinkel nach oben ziehen. Eine schwarze Nase ankleben. Den Kopf auf den Körper setzen und ankleben. 
Die Öhrchen sind aus 2 Kugeln hergestellt, die zwischen den Fingern platt gedrückt werden. Dann mit einer kleinen Schere oder Skalpell einritzen und halbmondförmig am Kopf befestigten. Jetzt noch das kleine Baby auf Mamas Rücken modellieren (nach dem Vorbild der Mama) und auf den Rücken kleben. Als Augen habe ich dort schwarze nonpareilles (kleine 2mm Zuckerperlen) befestigt.
... und jetzt wünsche ich euch ganz viel Spaß beim Modellieren, Eure Kessy

01 Oktober 2017

Zwetschgenblechkuchen mit Marzipanstreuseln

Guten Morgen ihr Lieben. Ich hoffe ihr habt auch so ein wundervolles, traumhaft buntes Herbstwetter mit Sonnenschein. Wir haben uns das lange Wochenende zu Nutze gemacht und sind zum Meer gefahren.
Ich liebe es, wenn man mit einem dicken Kuschelschal lange Strandspaziergänge machen kann und sich danach auf einen leckeren Kakao oder Tee freut. Und dazu begleitet uns natürlich frischer Kuchen.
Zwetschgen gehören neben Birnen zu meinem liebsten Herbstobst und wenn ihr noch eine andere Variante backen wollt, könnt ihr auch noch einmal HIER nach schauen. Dort findet ihr einen Zwetschgendatschi auf Vanille Grießbett...

Für die Streusel:

90 g Butter
100 g Marzipan
100 g Mehl
30 g Brauner Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
gute Prise Salz
Hefeteig:
450 g Mehl
200 ml Milch
1/2 Würfel á 42 g Hefe
60 g + 1 TL Zucker
1 Prise Salz
1 Ei
50 g weiche Butter
Belag:
1 Päckchen Vanillepuddingpulver
2 EL Zucker
400 ml Milch
200 g Schmand
450 g Zwetschgen
2-3 EL brauner Zucker

Zuerst den Hefeteig herstellen. Ein ausführliches Tutorial mit bebilderter Schritt für Schritt Anleitung findet ihr HIER. http://www.pinksugar-kessy.de/2013/03/schritt-fur-schritt-zum-perfekten.html
Die Milch und 1 TL Zucker in einen Topf geben und nur lauwarm erwärmen. Das ist ganz ganz wichtig, denn sonst sterben die Hefepilze ab und der Teig wird nicht aufgehen. Die Hefe zwischen den Fingern zerbröseln und direkt in die Milch geben. Unter ständigem Rühren auflösen. Dann dem Topf zur Seite nehmen und stehen lassen. Alle anderen Zutaten sollten Raumtemperatur haben. In einer zweiten großen Schüssel das Mehl mit dem Zucker, dem Salz mischen und in die Mitte eine Kuhle drücken. Das Ei hinein schlagen. Dann die Hefemilch hinzu gießen und alles gut verrühren. Die weiche (nicht flüssige!) Butter in kleine Flöckchen schneiden und in den Teig geben. Alles gründlich verkneten. Dabei eventuell die Hände bemehlen und weiterkneten bis sich der Teig vom Schüsselboden löst und nicht mehr klebt. Zu einer Kugel formen und mit einem sauberen Küchentuch abdecken. Der Hefeteig braucht Sauerstoff, deshalb mit dem Geschirrtuch nur abdecken, nicht verschließen! Die Schüssel an einen warmen Ort stellen. Sehr gut geeignet ist dafür der Backofen, den man vorher auf maximal 50 Grad vorheizt, dann wieder abschaltet und die Restwärme für den Teig nutzt oder auch ein Plätzchen an der Heizung. Dort den Teig ca. 1 Stunde gehen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat.
In der Zwischenzeit die Streusel herstellen. Dafür Die kalte Butter und Marzipan in kleine Stücke schneiden und mit dem Mehl, Salz, Vanille- und braunen Zucker vermischen. Anschließend zwischen den Fingern zu groben Streuseln verarbeiten und bis zur Weiterverarbeitung in den Tiefkühler stellen. (Dadurch verlaufen später die Streusel nicht so auf dem Kuchen)
Für den Belag das Puddingpulver mit 3 EL Milch verrühren, den Zucker dazu geben. Restliche Milch aufkochen, die Mischung zufügen und einen Pudding kochen. Beim Abkühlen den Schmand einrühren. 
Die Zwetschgen waschen und entsteinen, halbieren, dann vierteln. 
Den Ofen auf 200 Grad Ober/Unterhitze vorheizen. Die Backform mit Backpapier auslegen. 
Den Hefeteig viereckig ausrollen und in die Form geben, mehrmals mit einer Gabel hinein pichsen. Abgedeckt nochmals ca. 15 Minuten gehen lassen. 
Dann die Creme darauf streichen und mit den vorbereiteten Zwetschgen belegen.
Darüber die Streusel geben und den braunen Zucker darüber streuen. Auf unterster Schiene ca. 25 – 30 Minuten backen.
Wer mag kann den Kuchen alternativ mit Mandelstiften oder Zimt bestreuen.
Den Kuchen am besten lauwarm genießen, er lässt sich aber auch super gut einfrieren und bei Bedarf kurz 5 Minuten aufbacken. Süße Grüße, Eure Kessy