09 Mai 2016

Essbare Blüten kandieren - Tutorial

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Frische Blüten passen hervorragende zu Gebäck, Torten aber auch Salaten. Um noch ein I-Tüfpelchen zu setzen, werden sie kandiert. Das sieht hübsch aus und schmeckt süßlich. Ganz wichtig ist es, ausnahmslos unbehandelte, sprich ungespritzte Pflanzen zu verwenden. Also auf keinen Fall „fertige“ Blüten aus dem Gartencenter oder Baumarkt etc., sondern am besten selbst gesäte verwenden. Zu den beliebtesten essbaren Blüten und Kräuter gehören: Hornveilchen, Rosen, Gänseblümchen, Lavendel, Jasmin, Rosmarin und Pfefferminze. Um ein schöneres Ergebnis zu erzielen, empfehle ich „Feinsten Zucker“ zu verwenden. Der hat einfach eine feinere Körnung und sieht hübscher aus. Zum Kandieren gibt es verschiedene Wege und Möglichkeiten. 
Die einfachste Variante ist, die Blüten in einem Zucker-Wassergemisch (130 ml Wasser zu 300 g Zucker) auf zu kochen, die Blüten darin zu baden, leicht abtropfen zu lassen und anschließend mit Zucker zu bestreuen.
Dann gibt es noch die Möglichkeit, sie mit einem leicht verquirlten Eiweiß zu bestreichen. Dafür einen sauberen Pinsel verwenden und vorsichtig die Blüte von unten und oben mit dem Eiweiß bestreichen, dann mit Zucker bestreuen. Mit etwas Platz zueinander auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und entweder ca. 24 Stunden bei Raumtemperatur oder im 80 Grad warmen Ofen bei leicht geöffneter Ofentür trocknen. Dadurch wird der Trocknungsprozess abgekürzt. Aufgrund der Verwendung von rohem Eiweiß (Salmonellengefahr) sind die so kandierten Blüten am besten nur frisch verzehrbar aber maximal 2 Tage haltbar.
Daher empfehle ich die Verwendung von „Gummi arabicum“. Dabei handelt es sich um ein natürliches Gemisch an Polysacchariden (Mehrfachzuckern), welches aus der Rinde des Gummiarabicumbaumes und Akaziensaft gewonnen wird und in der EU als Lebensmittelzusatzstoff der Nummer E zugelassen ist. Ihr bekommt es in jeder Apotheke oder im Internet, bitte darauf achten, dass es keinen Kontakt zu den Augen hat.
Bei dieser Methode wird ein Teil Gummi arabicum in drei Teilen Wasser gelöst; diese Mischung wird dann mit einem Pinsel auf die Blüten gegeben, dann mit dem Zucker bestreut. Anschließend werden die Blüten wieder auf Backpapier an der Luft oder noch besser im Ofen getrocknet. Man kann die Blüten, wenn sie beginnen sich klebrig anzufühlen, nochmal von allen Seiten mit Zucker bestreuen. Sie sind fertig, wenn sie gar nicht mehr kleben. Die Blüten am besten frisch verzehren oder in luftdichten Gefäßen aufbewahren (außer bei den in Eiweiß getauchten!).
Und jetzt wünsche ich Euch ganz viel Spaß beim Ausprobieren und vielleicht versucht ihr ja auch einmal, euer Gebäck damit zu dekorieren, 
süße Grüße, Eure Kessy



1 megjegyzés:

9/5/16 15:02

Hallo Kessy!
Sieht toll aus. Mit dem Eiweiß hab ich es auch schon mal gemacht, ist aber sehr mühsam. Deine erste Variante klingt toll und sehr einfach. Muss ich mal probieren.
lg Kerstin - Schürzenfräulein

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