02 Februar 2014

Der kleine Troll im Märchenland

Wie einige von euch schon bei den letzten Kursfotos (klick hier) erkannt haben, stand zwischen Vögelchen und Häuschen auch ein kleiner Troll. Ich hatte ihn einfach schon einmal mitgenommen aber erst jetzt im Anschluss eine würdiges Zu Hause geschaffen. 

Ein Märchenland in dem lustig gepunktete Pilze sprießen, ein kleiner Marienkäfer ein Päuscheln einlegt und saftig rote Walderdbeeren zum Naschen einladen. Und wie auch ihr Schritt für Schritt in diese Zauberwelt abtauchen könnt, erfahrt ihr hier…
Für den Tortenüberzug habe ich ca. 600 g Rollfondant mit der Wilton Gelfarbe: „Golden Yellow“ hauchzart eingemischt. (alles zum Thema Fondant klick hier)
Zum Bemalen: klarer Alkohol (Vodka) und Pulverfarbe “Emerald“ für grün und „Primrose“ für gelb mischen (beides von „Sugarflair“) und rundherum die Grashalme aufmalen. Je verdünnter die Farbe ist, desto mehr bekommt ihr den „Aquarell Look“. Ich fange so an und akzentuiere zum Schluss mit stärkerer Farbe noch einige wenige Grashalme nach. Alles gut trocknen lassen.
Der kleine Troll
Im ersten Schritt den Modellierfondant herstellen (dafür Blütenpaste und Rollfondant im Verhältnis 1:1 mischen, wer etwas länger zum modellieren benötigt, kann das Verhältnis auch so abändern, dass er weniger Blütenpaste, mehr Rollfondant dazu gibt, so verlängert sich die Trockenzeit und man gewinnt Zeit zum modellieren) , dann mit einem Hauch „Ivory“ Gelfarbe von Wilton einfärben (nur die Menge einer Zahnstocherspitze dazu geben) Zuerst aus 15 g den Körper modellieren. Dafür einen nach oben hin schmaler auslaufenden Kegel formen und von oben einen Zahnstocher einführen, der ca. 8 mm heraussteht. Der Körper ist im Verhältnis zu den Füßen und dem Kopf eher klein, so wird der Augenmerk auf die wesentlichen Details gelenkt. 
Für den Kopf eine Kugel formen und diesen auf den Körperkegel stecken. Den Kopf jetzt mit zwei Fingern seitlich zusammen drücken, damit er etwas schmaler wird. (Augenmerk soll ja später auf der dicken Nase liegen) Jetzt sieht der Troll in etwa aus wie eine Halma Spielfigur.
Aus je 5 g zwei Füße und für die 10 Zehen Kugeln formen. (immer kleiner werdend ) Diese nach kurzer Antrockenzeit an die Füße kleben. Die 2 Füße an den Körper kleben und die Fußspitzen nach außen drehen. Mit einem Zahnstocher kleine Augenlöcher pichsen, diese später mit etwas schwarzer Farbe nachzeichnen.
Die Nase ist eine dicke Kugel, die innen etwas platter ist. Mittig an den Kopf kleben und trocknen lassen.
Zum Schluss die Wangen mit etwas rosa Puderfarbe abpudern. Den Hut nach Lust und Laune formen (ich forme einen Kreis und zupfe mit Daumen und Zeigefinger die Hutspitze aus der Kreismitte heraus) und mit einer Blüte verzieren. Die Fußsohle verschönert ein kleines, rotes Herz :)
Erdbeeren: im „3 D – Look“ angebracht, heißt sie stehen genau wie einzelne Blätter am Zaun etwas nach außen, was die gesamte Torte plastischer und damit lebendiger erscheinen lässt.
Ich forme zunächst rote Kugeln, spitze diese unten etwas zu und bringe die Früchte in Form. Dann pichse ich mit einem Tool, welches die Form eines Kommas hat überall hinein. Ihr könnt auch einen Zahnstocher verwenden. Dann steche ich aus etwas grüner Blütenpaste mit dem „Calyx Ausstecher“ die „Krone, bzw. Kelchblätter“ der Erdbeere aus und klebe sie fest.
Zaun: aus weißem Modellierfondant rolle ich ein Viereck aus und schneide alle 1, 2 cm einen „Zaunbalken“ ab. Das sollte etwas krumm und schief sein, so kommt ein schöner Vintage Effekt. Dann mit der Holzschablone prägen (falls ihr keine habt könnt ihr gerne mit einem Messer die Holzadern nachzeichnen). Den Zaun aufkleben, dabei zwischen den einzelnen Zaunlatten ca. 4 cm Platz lassen und die Latten mit je einer Querlatte verbinden. In die Verbindungsstelle je zwei „Nagellöcher“ pichsen. Wer mag, kann die einelnen Latten noch mit etwas „Ivory“ Puderfarbe nachpudern, so bekommen sie einen herrlichen vintage look. Jetzt können die Erdbeeren angeklebt werden.

Dann habe ich verschiedene Blätter geformt: Efeublätter am Baumstamm: ausstechen und prägen, dann abpudern und nachzeichnen. 
Am Zaunrand findet ihr „herzförmige Blätter, die ich mit einem Rosenblattaustecher ausgestochen und dann geprägt habe. Der Trick ist, sie unten zusammen zu rollen und zu kleben, so bekommen sie einen hübschen Schwung. Nach dem Trocknen dunkel grün die Blattadern abpudern und verdünnt mit Alkohol nachzeichnen. Dafür habe ich diese Farbtöne gemischt: Kelly green, Leaf green, Moss grün, schwarz, braun.
Welcher Blattveiner verwendet wird, ist egal, Hauptsache es kommt etwas Struktur hinein! An den Blatträndern nach dem kompletten Trocknen mit einem „Buffer“ (Nagelzubehör) darüber gehen, der Vorteil ist, dass er viel feiner als eine herkömmliche Nagelfeile ist!
Fliegenpilze: zuerst aus weißem Modellierfondant den Stiel formen, einen Zahnstocher hinein stecken, der oben ca. 0,7 cm heraus steht und trocknen lassen. Die Pilzköpfe werden separat auf Wattebäuschen getrocknet, damit sie einen schönen Schwung in den Rand bekommen. Dann mit weißen Punkten verzieren. Den Stiel habe ich mit etwas „moos grün“ und braun bemalt. Nach dem Trocknen die Köpfe auf die Stiele setzen.
Den Baumstamm habe ich aus marmoriertem Modellierfondant hergestellt. (braun und ocker nur leicht durchmischen) dann ein Rechteck ausrollen, dieses von einer zur anderen Seite aufrollen, so dass die typischen „Jahresringe entstehen. 
Dann kommt die Rinde: dafür dunkelbraunen Modellierfondant mit der Holzschablone prägen und von außen um den Stumpf kleben. Noch starke Risse und Rillen mit dem blade tool einzeichnen. Nach dem Trocknen mit dunkelbraun/schwarzer Puderfarbe die Vertiefungen nachzeichnen. 
Der Marienkäfer besteht aus einer roten Kugel Modellierfondant, die etwas platt gedrückt wird. Der Kopf ist eine kleine schwarze Kugel, die sich beim Ankleben automatisch an einer Seite platt andrückt. Die Fühler sind aus Blumendraht mit je einer Kugel schwarzem Fondant. Augen und Punkte aufkleben.
Die ganze Torte ist zusätzlich mit kleinen Gänseblümchen verziert. 
Ich hoffe euch gefällt mein kleiner Ausflug in die Märchenwelt und ihr habt auch ein bisschen Lust bekommen loszulegen, süße Grüße, Eure Kessy



30 Januar 2014

Walnuss Apfel Cookies - kleine Seelenschmeichlerei...

Die großen Backaktionen stehen erst zwar erst am Wochenende bevor, denn Torten wollen dekoriert werden und Zeit für die Familie soll ja auch noch bleiben. Aber manchmal, gerade am späten Nachmittag überfällt mich doch die Naschlaune, da braucht man schon mal so einen Akkuaufladenden, kleinen Seelenschmeichler – einen, der den ganzen Raum mit leckerem Duft erfüllt und wirklich ganz schnell zwischendurch geht - 
Grund genug für mich um cookies zu backen - außen knackig und innen soft mit all meinen Lieblingszutaten, und ja ich gebe zu, bei mir gibt’s auch schon mal Kekskrümel im Bett…
Für ca. 12 Stück:
115 g weiche Butter
150 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
1 Prise Salz
1 Ei
125 g Mehl
1/2 TL Natron
Topping:
½ Apfel
8 Muh Bonbons
eine Handvoll Walnüsse (oder andere)
Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Ofen auf 160 Grad Umluft vorheizen. 

Die weiche Butter mit dem Zucker, Vanillezucker und der Prise Salz ca. 3 Minuten cremig weißlich aufschlagen, dann das Ei unterrühren. In einer separaten Schüssel das Mehl mit dem Natron mischen und unter die restlichen Zutaten kneten. Den Apfel schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Die Muh Bonbons und Nüsse grob hacken und zusammen mit dem Apfel unter den Teig kneten. Kleine Kugeln abstechen und in der Hand rundlich formen (man kann das auch mit Hilfe eines Eisportionierers machen) auf das Backblech mit reichlich Abstand setzen (läuft noch etwas auseinander)und ca. 10 - 12 Minuten backen. Die cookies samt Backpapier sofort vom heißen Blech gleiten lassen, aber vorsichtig, sie sind zu diesem Zeitpunkt noch sehr zerbrechlich. Kleiner Tip: der Teig lässt sich auch gut schon am Vortag vorbereiten und braucht dann nur noch gebacken zu werden. Und das Topping könnt ihr natürlich frei wählen.

Das hübsche rote Bäckergarn / Band  findet ihr übrigens hier, bei "Casa di Falcone" 
Und jetzt heißt es  "Augen schließen und genießen"... 
Süße Grüße, Eure Kessy

27 Januar 2014

Love Birds Cake - zum Valentinstag

Der Basis Kurs vom Wochenende war für mich wieder einmal etwas ganz besonderes. Während die letzten beiden in vorweihnachtlicher, winterlicher Stimmung waren (klick hier) und hier, hat dieses mal der Frühling Einzug gehalten. Ich wollte eine fröhliche, kunterbunte Torte dekorieren, die Lust auf frische Farben und wärmere Zeiten macht. 

Meine Torte habe ich mit weißem Rollfondant überzogen und geglättet. Dann habe ich zuerst das Häuschen vorbereitet und die kompletten Umrisse aus Blütenpaste ausgeschnitten (ca. 3 mm dick) und gut durchtrocknen lassen. Die Dachbalken sind aus rosa Blütenpaste und mit einer silikon mould (WILTON) geprägt.


Vorn befindet sich ein Herz aus Fondant, welches ich lila eingefärbt und mit einem Blumenmuster Rollpin bedruckt habe. Zum Schluss wurden noch ein paar kleinere Blüten befestigt. (Alle Teile der Torte wurden mit Zuckerkleber (klick hier) befestigt.)
Im nächsten Schritt habe ich die Vögelchen vorbereitet. Diese bestehen je aus 55 g Modellierfondant (Hälfte Blütenpaste/ Hälfte Fondant gemischt in hellblau und rosa) Dann eine große Kugel formen, etwas platt drücken und den Kopf formen, den Rücken etwas eindrücken und das Schwänzchen anheben. Das ganze Vögelchen ist aus einem Stück geformt.


Der Schnabel wird extra gemacht und anschließend angeklebt. Für das Auge mit einem Zahnstocher ein Löchlein pichsen und je eine kleine schwarze Zuckerperle einkleben (oder eine winzige Kugel schwarzen Fondant) 
Die Flügelchen habe ich mit dem Blattaustecher ausgestochen und dem Prägepin bearbeitet.  

Als Unterlage für das Häuschen und die Vögelchen habe ich eine hellgrüne Blüte mit dem „Peony“ Ausstecher ausgestochen und aufgeklebt. 



Die dicken Blumen bestehen aus je einer Kugel weißem Fondant, darum 5 kleinere Kugeln, welche angeklebt und dann mit der Fingerkuppe etwas platt gedrückt werden. 
Die winzigen weißen Blüten bestehen aus Rollfondant und sind nach dem Ausstechen mit dem veiner geprägt. Nach dem Trocknen mit etwas hellblauer Puderlebensmittelfarbe abpudern.
Die lila Blüten sind aus Blütenpaste mit dem Petunienaustecher von „Blossom Sugar Art“ ausgestochen, dann im veiner geprägt, auf etwas zusammengeknüllter Alufolie getrocknet und auf die Torte geklebt. Zum Schluss noch mit einer perlmuttfarbenen Zuckerperle verzieren. 
Das cake board ist mit weißem Fondant überzogen und mit einem Herzausstecher geprägt. Dazu noch eine magentafarbene Schleife am Rand und fertig ist unser Valentins Frühlingstörtchen. 
Diese Kekse habe ich für jeden Teilnehmer als kleine Überraschung vorbereitet. 
Hier das Rezept für ca. 12 Stück:
250 g Mehl
125 g Butter
125 g Zucker
1 Ei
Die zimmerwarme Butter mit dem Zucker cremig schlagen (mit dem Schneebesen oder Handrührgerät), dann das Ei und das gewünschte Aroma dazu geben. Nach und nach das Mehl darüber sieben und einkneten. Ist die gesamte Mehlmenge verarbeitet, den Teig rasch verkneten (nicht zu lang bearbeiten, sonst wird er später spröde und trocken) und zu einer Kugel formen. Diese in Frischhaltefolie wickeln und ca. 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Dann auf einer mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche ca. 3-4 mm dick ausrollen, nach Belieben ausstechen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Inzwischen den Ofen auf 165 Grad Umluft vorheizen. Das Blech samt Keksen noch einmal für 30 Minuten in den Kühlschrank geben, anschließend ca. 7 Minuten backen. (herausnehmen BEVOR die Ränder braun werden) Sofort vom heißen Blech gleiten lassen und auskühlen lassen. Danach könne die Kekse nach Herzenslust verziert werden.

Für die Basis Kurse versuche ich immer verschiedene Levels abzudecken, also auch absoluten Anfängern die Möglichkeit zu geben, alles zu erlernen und auch gleich auszuprobieren ohne daran zu verzweifeln , aber auch für schon Tortenerprobte eine kleine Herausforderung zu kreiieren. Aber was dieses mal herausgekommen ist, hat all meine Erwartungen bei weitem übertroffen! Wunderschöne, pastellige Torten, dazu Randverzierungen, Blüten, die mit Veinern modelliert, mit Pastenfarben abgepudert und zusätzlich noch bemalt wurden, 3 D cake topper in Form von verliebten Vögelchen, dazugehörige Häuschen und eine zauberhafte Pilzlandschaft mit Zwergi (die dazugehörige Tortenvorlage zeige ich euch demnächst :)- eine ganz tolle Vielfalt und jede ein Unikat, super toll, Mädels!
vielleicht sehen wir uns ja auch beim nächsten Kurs?
süße Grüße, Eure Kessy