12 Juni 2014

Gouda Häppchen, Amsterdam und das bezaubernde Zeelandabenteuer...

ein ganz wunderbares Sommerpfingstwochenende - oh, was für ein langes Wort - ist zu Ende gegangen und ich habe es sogar noch ein bisschen verlängert. Endlich eine Pause nach ganz viel Arbeit, da genießt man die Momente doppelt so intensiv. Und wir haben spontan einen kleinen "Anti Luxus Ausflug " gemacht, der einfach nur ganz wundervoll war! Unser Kleiner ist ein riesen Conni Buch Fan, und da sein letzter Band "Conni geht zelten" war, wollte er unbedingt einmal so übernachten. Also haben wir rucki zucki ein Zelt besorgt, Klapptisch, Stühle und Beleuchtung und los ging es. Nach einem ausgiebigen Picknick unterwegs sind wir direkt nach Renesse auf der Insel Schouwen-Duiveland gefahren.

Ein zauberhafter kleiner Ort, mit quirligem Ortskern, wo sich Restaurants und Boutiquen aneinander reihen. Auch eine sehr hübsche Strandbar (De Branding) oder etwas weiter der (Beachclub) begrüßt ihre Besucher, wunderbar in den Dünen gelegen... 
Wer Lust auf ein ganz besonderes Frühstück hat, der sollte in den Nachbarort Burgh Haamstede fahren. Ein winziges Kaffee, wo 2 Brüder eine Bäckerei und Museum betreiben, und dazu die leckersten Bolus der ganzen Umgebung! "Brood- en Banketbakkerij Sonnemans" Hogeweg 13, 4328PA Burgh-Haamstede
immer einen Ausflug wert ist auch Domburg, der älteste Badeort an der Walcheren Küste. 

... und hier noch ein kleines Rezept für unterwegs, die Brotdosen und Zeltplatzliebhaber  :)

Für ca. 20 Stück:
1 kleiner Zweig Rosmarin
70 g Gouda )oder Parmesan
100 g kalte Butter
1 Ei
2 EL Kräuterquark
Salz und Pfeffer
140 g Mehl
1 Msp. Backpulver
Den Rosmarin waschen, Nadeln abzupfen und sehr fein hacken. Den Käse fein reiben. Die Butter in grobe Stücke schneiden. Den Käse, Rosmarin, das Ei, den Kräuterquark und Salz sowie Pfeffer dazu geben und grob vermengen. Es ist ganz wichtig, den Teig nicht zu überkneten, damit er nicht spröde wird, es sollen noch Butterstückchen zu sehen sein. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und dazu geben. Zugedeckt ca. 30 Minuten kalt stellen. Den Ofen auf 175 Grad Umluft vorheizen. (oder 200 Grad Ober/Unterhitze) Ein Backblech mit Backpapier belegen (auf die 4 Ecken des Bleches je einen kleinen Klecks Margarine geben, dann das Papier auflegen, so klebt es schön fest und verrutscht später nicht) Den Teig ca. 5 mm dick ausrollen und die Formen ausstechen. (Alternativ ein Rechteck ausrollen und dieses mit einem großen Messer in längliche Vierecke schneiden) Auf das Backblech legen und ca. 10 Minuten hell backen. Der Teig ist noch weich, wird später aber härter. 

Tipp: Je weniger der Teig bearbeitet wird, desto zarter wird das Gebäck. Es können und sollen ruhig noch Butterflöckchen im Teig zu sehen sein!

... wer nach einem langen Strandtag Lust auf frisch gebackene Pfannkuchen hat, der sollte einen Abstecher in die "Pannekoekenmolen de Graanhalm", Adresse: Burghseweg 53, 4328 LA Burgh-Haamstede, Niederlande +31 111 652 415 machen. Von süß bis herzhaft werden einem hier alle Wünsche erfüllt. Natürlich aus selbestgemahlenem Vollwert Mehl (welches man auch kaufen und mitnehmen kann) und an einigen Tagen kann man auch die eigentliche Mühle besichtigen und beim mahlen zuschauen, gerade für die Kleinen ein großes Abenteuer ;) Auch wenn man ein paar Minuten auf einen Platz warten muss, so lohnt es sich allemal. 
Auf dem Rückweg haben wir noch einen Abstecher nach Amsterdam gemacht- diese Stadt ist immer eine Reise wert!
Und ich möchte euch unbedingt ein paar Bilder aus meinem Lieblingskaffee "De laatste Kruimel"(Langebrugsteeg 4, Amsterdam 1012 GB, Niederlande)  zeigen... ein richtiges Mädchenkaffee, wo vor den Augen der Besucher selbst gebacken wird. Leckere Fruchtaufstriche in hübschen Gläschen zum Mitnehmen und eine Einrichtung mit Liebe zum Detail....
die Ladentheke an sich ist neben den wunderschönen Fenstern und Auslagen ein echter Hingucker...
... und wenn man es sich gemütlich machen möchte und ein Plätzchen in der Sonne sucht, 
dann lädt die winzige Terrasse mit Grachtenanschluss und Bootsanlegestelle zum Verweilen ein...
Und ganz zum Schluss noch ein Blick auf den tollen Blumenmarkt...
Nach so einem schönen Kurzurlaub ist man voller Energie und Tatendrang. 
Ich schicke Euch liebe Grüße, habt eine schöne Restwoche, 
Eure Kessy

20 Mai 2014

Nemo´s Ocean cake

Der Frühsommer hat uns diese Woche so einen schönen Einstand gegeben und ich habe Lust auf „Meer“ bekommen. Nachdem ich letztes Jahr diese Torte gemacht hatte (klick hier)
wollte ich dieses Jahr etwas Neues ausprobieren. Ich habe diese Torte für den Basistortenkurs vorbereitet, da sie alle möglichen Techniken wie prägen, frei modellieren und auch mit royal icing dekorieren vereint. Also ein Beispiel, an dem man einfach alles ausprobieren kann :)  Die zwei Hauptakteure habe ich dem Film „Findet Nemo“ nachempfunden. Der ist bei uns zur Zeit echt der Renner ;) 
Die Fischis aus einer Walze formen und von oben gesehen schön in Schwung bringen, dann die Schwanzflosse daraus formen. Den Mund mit einem blade tool oder Skalpell einschneiden und in der Mitte etwas öffnen. Die 3 Flossen extra modellieren und mit einem Zahnstocher die Rillen prägen. Dann an den Körper ankleben und eventuell falls nötig mit Watte abstützen.
Die Augen bestehen aus 3 unterschiedlich großen Kreisen (weiß, graublau und schwarz), die aufeinander geklebt werden. Die meiste Zeit nehmen die Streifen in Anspruch, wenn man versucht, sie schön gleichmäßig aufzukleben.
Zum Schluss mit etwas schwarzer Puderfarbe, welche mit ein paar Tropfen Alkohol verdünnt wird, die Flossenenden bemalen. 
Den Fondant hellgrün einfärben. Dafür habe ich die Gelfarbe „Mint Green“ von der Firma „Rainbow Dust“ verwendet. Es reicht für diesen Farbton eine winzige Menge!
Die Torte ist zum größten Teil frei modelliert, für die Korallen und die Randverzierung habe ich die WILTON mould verwendet.
Zuerst habe ich in einem dunklen blau die untere Kante geprägt. Im nächsten Schritt wurden die weißen Korallen gemacht. 
Die Korallen bestehen aus weißer Blütenpaste und wurden mit der WILTON Mould geprägt, dann kurz antrocknen lassen und sofort an nur wenigen Punkten ankleben, damit sie flexibel in 3 D Optik geformt werden kann, sie sind also nicht überall angeklebt und stehen an einigen Stellen ab. Nach dem Durchtrocknen mit etwas „Pearl Ivory“ Edible Lustre Puder von „Sugarflair“ abpudern, dann schimmern sie ganz wunderbar wie Perlmutt. 
Das cake board ist in einem dunklen fuchsia Farbton eingefärbt („pink“ Gelfarbe von Wilton. Um einen optischen Übergang zwischen der Torte und dem cake board zu schaffen, habe ich frei Hand an einigen Stellen Wellenübergänge geschaffen und mit etwas Zuckerkleber befestigt. Dabei schön ungleichmäßig formen, damit ein natürlicher Effekt entsteht. 
Für diese Fächer Korallen habe ich aus dunkelblau und weiß marmorierter Blütenpaste zuerst eine Kugel geformt diese platt gedrückt und mehrfach mit einem Skalpell eingeschnitten. Die so entstandenen einzelnen Stränge zwischen Daumen und Zeigefinger zwirbeln und etwas eindrehen. In Form legen und durchtrocknen lassen. 
Die kleinen Schnecken sind aus rosa weiß marmoriertem Modellierfondant, welchen ich in der WILTON Mould geformt habe (kurz mit Speisestärke auspudern), dann trocknen lassen. Anschließend habe ich sie mir der neuen „Metallic Farbe“ von „Rainbow Dust“ im Farbton „Cerise“ und „Baby Pink“ bemalt. Das funktioniert ganz wunderbar, nur den Deckel abdrehen und schon kann man damit malen, kein Anrühren und nichts mehr!
Diese Schwämme sind zweifarbig. Die Unterseite ist hellblau, die Oberseite rosa. Ich habe zuerst den Modellierfondant rosa bzw. hellblau eingefärbt und beide ausgerollt. Dann zwei gleichgroße Kreise austechen  oder noch besser, frei Hand nicht ganz rund ausschneiden, das wirkt natürlicher - und übereinander legen. 
Mit einem Zahnstocher wie abgebildet bearbeiten. 
Dann mit den Fingern in Form zupfen und noch weich auf die Torte kleben. Mit etwas Watte abstützen und trocknen lassen. In die Mitte eine kleine Zuckerperle kleben. 
Die Seesterne kann man auch mit der mould machen, aber ich finde, sie sehen frei modelliert schöner aus. Dafür einen Stern ausschneiden und mit den Fingern überall abrunden. Mit einem Zahnstocher kleine Pünktchen hinein pichsen.
Kleinigkeiten wie die weißen Sauerstoffblasen einfach frei modellieren. Nach dem Trocknen mit dem „lustre Schimmerpuder“ abpudern. Ich hatte noch Reste von essbarer Spitze in türkisblau und habe sie in Form geschnitten und mit einem Hauch Zuckerkleber angeklebt. (essbare Spitze klick hier)
Die Torte überall mit kleinen royal icing Punkten verzieren, als würden überall kleine Sauerstoffblasen aufsteigen. (Alternativ kann man auch nur Puderzucker mit einem Hauch Wasser glatt rühren.)
Ich hoffe, ich konnte euch auch ein bisschen Lust auf den nahenden Sommer machen und zum weiteren Tortendekorieren animieren,  süße Grüße, Eure Kessy

11 Mai 2014

Muttertags Blüten Torte

Den heutigen Post widme ich meiner lieben Mama, der wundervollsten, liebsten und aufopferungsvollsten Person der Welt, die so unglaublich viel Herzenswärme in sich trägt….Ich liebe Dich!
Die kleine Nachmittagstorte habe ich mit schneeweißem Fondant bedeckt und geprägt.
Dann habe ich etwas Fondant in unterschiedlich starken rosatönen (WILTON Gelfarbe in rosa) eingefärbt.
Auf ganz leicht mit Speisestärke bestäubter Arbeitsfläche habe ich den Fondant ca. 1,5-2 mm dick ausgerollt und ausgestochen. Dafür habe ich einen 5 blättrigen Rosenausstecher in der Größe 65 mm verwendet. Dabei sind einige der Blüten nicht ganz durchgefärbt sondern leicht marmoriert.
Dann habe ich mit Hilfe einer Lochtülle kleine Löchlein heraus gestanzt, wie bei einer Art Lochspitze.
Die Blüten werden mit etwas Zuckerkleber auf der Torte befestigt. Das kann nebeneinander, aber auch leicht überlappend sein. Je 1 Zuckerperle in rosa in die Mitte kleben.
Für die Blüten je eine große weiße und rosa Blüte ausstechen und die Ränder mit einem balltool ausdünnen. Dann das balltool kreisförmig auf jedem Blatt bewegen, damit sich die Ränder hoch wölben.
Die Blüten auf etwas zusammengeknüllter Alufolie oder einer Obstschale aus dem Supermarkt in Form legen und trocknen lassen.
Dann zusammensetzen und in der Mitte mit schneeweißen nonpareilles (Zuckerperlen) bekleben. Ich habe die Blüten zusätzlich mit einem Gemisch der Puderfarben rosa und lila zuerst abgepudert und die Farbe anschließend mit 2 Tropfen klarem Alkohol, hier Vodka, verdünnt und zum Bemalen genutzt.
ich habe dann mit royal icing winzige Blüten auf die Torte und auf die Blüten gesprizt, so und nun schnell ab zur Mama :) und schaut noch schnell, das Herz habe ich heute von meinem Kleinen geschenkt bekommen
süße Grüße, Eure Kessy















06 Mai 2014

Essbare Spitze - Youtube Tutorial

 heute habe ich Euch das Youtube Video zur Herstellung von essbarer Spitzenverzierung mitgebracht. Den dazugehörigen Post mit bebilderter Schritt für Schritt Anleitung findet ihr hier: "LACE TUTORIAL" 

... und auch "klick hier", bei der Pfingstrosen Hochzeitstorte wurde eine solche Spitze verwendet,
ich hoffe dass Euch mein kleines Video gefallen hat und mache mich jetzt gleich an die Arbeit, um Neues vorzubereiten, süße Grüße, Eure Kessy

04 Mai 2014

Rhabarber Flammerie Kuchen aus meinem ersten Buch

Meine Lieben, es ist Sonntag und für viele ein schöner, freier Tag. Und ich weiß aus euren Briefen, dass auch ihr diesen Tag sehr oft zum Kuchenbacken nutzt und auch die Tradition des nachmittaglichen Kaffeklatsches aufleben lasst :)
Und dafür möchte ich euch heute einen kleiner Vorgeschmack auf mein „Yuppiiee Duppiee Duuuuh“ im Herbst erscheindendes Buch geben und daraus einen leckeren Kuchen vorstellen… 
Er ist so ein richtiges kleines Familienschmankerl  fruchtiger Rhabarber auf vanilliger Flammeriecreme, gebettet auf lockerem Rührteig. Hmmmmmmmmm, und er schmeckt auch mit Äpfeln, Birnen oder Pflaumen, so ein kleiner Alleskönner…

Für die Flammerie Creme (ca. 24 cm Form)
300 g Schmand
1 Päckchen Vanillezucker
3 Eigelb
1/2 Päckchen Vanillepudding zum Kochen
40 g Zucker
Den Schmand in einem kleinen Topf mit dem Vanillezucker erwärmen. In einem Schüsselchen die Eigelb mit dem Zucker verrühren, dann das Puddingpulver einrühren. 3 EL der Schmandcreme unter die Eimasse rühren, dann Masse zurück in den Topf geben und bei geringer Wärmezufuhr unter Rühren langsam eindicken lassen. Abkühlen lassen.
Für den Teig
180 g weiche Butter
120 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz
2 Eier
160 g Mehl
40 g Speisestärke
1 EL Backpulver
Die weiche Butter mit dem Zucker, Vanillezucker und der Prise Salz hellcremig aufschlagen. Nach und nach die Eier dazu geben und glatt rühren. In einer Schüssel das Mehl mit der Speisestärke und dem Backpulver mischen, dann über den Rührteig sieben und rasch unterheben.
Für den Belag:
300 g Rhabarber
2 EL flüssige Butter
2 EL brauner Zucker
Den Rhabarber waschen, putzen und in ca. 2 cm große Stücke schneiden. Die Butter schmelzen und den braunen Zucker parat stellen. Den Ofen auf 170 Grad Ober/Unterhitze (oder 150 Grad Umluft) vorheizen. Eine Springform (oder Backform) fetten und leicht mit Mehl ausstäuben. Den Teig bis auf 4 EL in die Form streichen. Mit der Flammeriecreme bedecken. Dann den restlichen Teig mit einem Löffel auf die Creme klecksen und den Kuchen mit den Rhabarberstücken belegen. Den Kuchen für insgesamt 50 Minuten in den Ofen schieben. Nach 40 Minuten kurz den Ofen öffnen und die flüssige Butter über den Kuchen träufeln und mit dem Zucker bestreuen.
Tipp: Zu dem Kuchen passt ganz hervorragend ein Klecks frischer Schlagsahne oder ein Hauch Puderzucker. 
Und wenn ihr Euch jetzt noch fragt, wo ich diese wunderschöne Backform herhabe, dann schaut mal hier: ORIGINAL KAISER BACKFORM - Rosettenform 30 cm - klick hier.
Und jetzt wünsche ich Euch heute einen wunderbaren, sonnigen und glücklichen Sonntag, vielleicht bei einem Picknick? Süße Grüße, Eure Kessy