06 Oktober 2012

Eine Indianer Torte zum Kindergeburtstag...

Indianertorte
Dieses Wochenende feiert der kleine Tim seinen 7. Geburtstag. Er ist ein riesiger Fan von „Yakari“ dem süßen Indianer und seinem Pony „ Kleiner Donner“. Seine Mama hat alles total schön geschmückt, da fühlt man sich wirklich wie in einem Indianerdorf – dazu noch selbstgebastelter Indianerschmuck, überall Laub und tolle Lichter. So macht Geburtstagfeiern erst richtig Spaß und wenn die Kleinen herumtollen, hoffe ich, dass ihnen auch unser „Indianermahl“ schmeckt. Umgeben ist die Torte von lockerem Biskuit. Die Füllung sollte, ganz nach dem Geschmack des Geburtstagskindes „sehr schokoladig“ sein und ich hoffe mit einer Nutella - Sahne genau seinen Geschmack getroffen zu haben.



Yakari
Für die Böden:

12 Eigelb
240g Puderzucker
6 Eiweiß
225 g Mehl
1 Prise Salz
evt. Schale einer halben unbehandelten Orange



Den Ofen auf 160 Grad Umluft vorheizen.
Das Backblech (35 x 25 cm) mit Backpapier auslegen. Dafür habe ich dieses vorher befeuchtet und zusammen geknäult, dann passt es sich viel besser an und bleibt auch da, wo es hingehört. Dann die Eigelbe mit 120 g Zucker schaumig schlagen (bis es sich weißlich verfärbt) dann die Eiweiße mit einer Prise Salz steif schlagen. Kurz bevor es den endgültigen Grad erreicht hat, den restlichen Puderzucker (also 120 g) unterheben. Beide Massen vorsichtig mischen und dann das gesiebte Mehl unterheben Ich habe noch ein bisschen Orangenschale darüber gerieben, aber das ist Geschmackssache.

Indianertorte









Dann die Hälfte des Teiges in die vorbereitete Form streichen und in den Ofen schieben. Insgesamt ca. 20 Minuten backen. Ich schaue zwischendurch immer nach und wenn sich der Teig an einer oder zwei Stellen während des Backens wölbt, pichse ich mit einem Schaschlikstäbchen rein. So wird alle schön glatt und lässt sich später viel einfacher zu einer schönen Torte zusammen setzen. Nach dem Backen den Biskuit samt Backpapier aus der Form heben und so erkalten lassen. Dann erst das Papier abziehen. Mit der zweiten Hälfte des Teiges genauso verfahren. (Wer mag, kann auch alles auf einmal backen und dann waagerecht halbieren) 

Und jetzt kommen wir zur Füllung: 
"Nutella – Sahne"

etwas Aprikosenmarmelade
400 ml Milch
4 EL Speisestärke
3 EL Zucker
250 g Nutella
10 Blatt Gelatine
600 ml Schlagsahne
Die Gelatine einweichen. Die Schlagsahne steif schlagen und in den Kühlschrank stellen. Die Milch zusammen mit dem Zucker und der Speisestärke aufkochen. Etwas abkühlen lassen, aber noch im lauwarmen Zustand die Nutella unterrühren. Die Gelatine ausdrücken und unter Rühren auflösen. Jetzt die Sahne unterheben. Alles kurz im Kühlschrank abkühlen lassen.

Die Torte am besten mit Alufolie umwickeln, dann könnt ihr sie einfacher befüllen. Zuerst etwas Aprikosenmarmelade auf dem unteren Boden verteilen, dann die Schokocreme darauf streichen. Jetzt wird der zweite Boden aufgelegt. Ich habe diese Schritte bereits am Vorabend gemacht, damit man dann am „großen Tag“ nicht so unter Zeitstress gerät. Dann kommt als nächstes eine Buttercreme, um die Torte nach außen hin Fondant tauglich zu machen. Diese Schicht ist sehr wichtig, da sie eventuelle Krümel bindet, die Füllung (vor allem wenn ihr etwas aus Obst dafür benutzt) nicht durchweichen lässt und man kann zudem den Fondant viel besser platzieren. Diese Buttercreme auf der ganzen Torte verteilen. Achtet darauf , das alles schön glatt wird, dann bildet das die perfekte Basis für den Fondantüberzug. Die Kanten sollten eckig sein. Einfach so lange bearbeiten, bis alles da ist, wo es hingehört. Hier ist das Rezept: 

(Amerikanische) Buttercreme: 
320 gr. Palmin soft
100 - 120 ml lauwarme Milch
3 EL Schlagcremepulver - (Sahneersatz bei den Backzutaten)
900 gr. Puderzucker
Alle Zutaten (außer dem Puderzucker) ca. 2 min. in der Küchenmaschine mischen, dann nach und nach den Zucker einrieseln lassen. Je länger ihr die die Creme bearbeitet, desto cremiger wird sie. Die Torte anschliessend mindestens 15 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Yakari

Jetzt kommt der schwierigste aber auch schönste Teil. 

Die Deko: 
Ich habe 1 Kg weißen Fondant der Firma „Regalice“ benutzt. Ich gebe zuerst immer etwas Palmin auf die Hände und knete den Fondant einmal durch. Dann rolle ich ihn auf einer Silikonmatte aus. Ich benutze keinen Puderzucker dafür, ihr könnt aber die Matte auch damit bestäuben. Ihr müsst eine Fläche ausrollen, die in etwas doppelt so groß ist wie die Torte. Dann den Fondant auf einen Rollstab (oder Nudelholz) aufrollen und über die Torte legen. Abrollen und erst einmal durchatmen - der schwierigste Teil ist geschafft. Jetzt mit Hilfe eurer Hände die Seiten vorsichtig nach unten streifen. Erst danach benutze ich einen Glätter um die Ecken hervor zu arbeiten. Nicht zu feste aufdrücken, sonst reißt der Fondant. Am Ende mit einem Cutter (oder Messer)I am Boden entlang abschneiden.


Noch ein kleiner Tip: bei wem das leider nicht ganz so gut geklappt hat mit dem Fondant, was bei dieser Tortengröße auch nicht so einfach ist, dann könnt ihr diese Stelle ja noch ganz wunderbar mit „Gras“ abdecken. Und wenn dann dort Kokosraspeln sind, sieht alles gleich toll aus. 

Und jetzt könnt ihr nach Lust und Laune dekorieren. Ich habe schon ein paar Tage zuvor Kokosraspeln mit flüssiger Lebensmittelfarbe eingefärbt, alles gut trocken lassen. Das wird das Gras.

Das Lagerfeuer besteht aus marmoriertem Fondant - Steinen (schwarz/weiß gemischt) und Schokoladenmikadostäbchen als Holzscheite.

Das Tipi ist auch aus weißem Fondant, mit Hilfe von Schaschlikstäbchen gestützt. Ich habe diese zuerst in einen runden Reistaler gespießt und oben zusammengebunden, dann den Fondant ausgerollt und platziert. Noch ein bisschen Deko über den Eingang und fertig.

Indianertorte
Da ja Indianerdörfer meist etwas staubig sind, habe ich einen Löffelbiskuit zerkleinert und aufgestreut. Vergesst nicht die betreffenden Stellen (also Gras, Staub etc.) vorher ganz dünn mit Zuckerkleber einzustreichen, dann hält alles viel besser. Dafür habe ich 2 EL abgekochtes Wasser mit ¼ TL CMC gemischt, alles ca. 2 Stunden stehen lassen. (Hält sich wunderbar einige Tage in einem sauberen Schraubglas und bei Bedarf etwas mit Wasser verdünnen).

Als Fluss habe ich blauen Fondant mit weiß gemischt und dünn ausgerollt. 
Da das Geburtstagskind die Figuren gerne behalten wollte, habe ich sie aus lufttrocknender weißer FIMO Masse hergestellt.

 
Diese 1 bis 2 Tage durchtrocknen lassen und anschließend mit Ölfarben bemalen. Ihr könnt sie aber selbstverständlich auch aus Fondant oder Marzipan formen. Ich schaue mir vorher immer Bilder zum jeweiligen Thea an und dann komme die Ideen von ganz alleine.

Ich hoffe die Torte gefällt Euch und vor allem auch dem Geburtstagskind.

Süße Grüße, Eure Kessy

3 megjegyzés:

6/10/12 17:02

Wow!!!
Liebe Kessy, Du hast Dich selbst übertroffen!
Da würde ich auch gerne noch einmal Kind sein! Die Torte sieht gigantisch aus - sag mir lieber nicht, wie lange Du für sie gebastelt und gebacken hast :)!
Super gelungen!
LG & Bussal aus Wien!
M.*

30/1/13 22:31

Hallo Kessy,
Deine Sachen sind alle soooo toll! Ich bin ein grosser Fan deiner Arbeit. Ich hätt eine Frage bezüglich der Ölfarbe; welch Marke benutz du? Es ist ja wichtig, dass da keine giftigen Stoffe enthalten sind & ich kenne mich da nicht aus. Ich finde die Idee mit dem FIMO absolut super, da ich von Fondant- bzw. Pastenfiguren nicht viel halte & sie viel zu schade sind zum wegschmeissen :)
Wäre froh um eine Antwort! Danke :)
liebe Gruess Fiona

10/2/13 20:41

Liebe Fiona,

ich sehe gerade, dass meine Antwort hier gar nicht erschienen ist?! Also schreibe ich gleich noch mal :) Vielen vielen Dank für deine so lieben Worte! Ich arbeite sehr gerne mit FIMO, da das "ewig" haltbar ist und man für später Erinnerungen aufheben kann. eine Mama hat bis heute Sachen von mir, die ich als Kind aus FIMO gebastelt habe. Und vielleicht freut sich mein Mäuschen ja später auch darüber ;) Und auch Zuckerfiguren werden ja eh nicht mitgegessen, daher nimmt sich das nicht wirklich viel. Ich benutze BSH - Ölfarbe, die ist ungiftig! Aber du brauchst dir deswegen auch eigentlich keine Gedanken zu machen, da die Farbe erstens komplett ausgehärtet ist, bis die Figur auf die Torte kommt und ausserdem male ich nie bis ganz zum unteren Rand, also Boden der Figur, eben damit es keinen Kontakt zum Fondant gibt. Also mach dir keine Gedanken und ganz viel Spaß und Freude beim Basteln!
Viele liebe Grüße, Kessy

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