21 Oktober 2012

Maronenpueree auf Sauerkirsch - Sahne Boden

Ich bin verwirrt – ich glaub der Sommer ist zurück – Dabei mag ich doch den Herbst so! Denn geht es euch auch so, dass ihr zu dieser Jahreszeit einfach nicht an den schönen Kastanien vorbei gehen könnt. Ich schaffe das bis heute nicht ohne sie aufzuheben. Aber ich habe ja jetzt zum Glück auch die beste Ausrede überhaupt sein mein "Mini me" neben mir herläuft. Kastanien sammeln ist super, kleines Körbchen in der Hand, beschwingt hopsend und sich freuen wenn man mal wieder ein besonders schön glänzendes Exemplar gefunden hat. Und so habe ich euch heute auch eine kleine feine Spezialität mitgebracht. 
Während in vielen Ländern die Maronen, also Esskastanien zum festen Speiseplan zählen, findet man sie hierzulande bisher eher vereinzelt. Dabei ist das so schade, man kann daraus wundervolle Pasta zaubern, cremige Suppen oder Salatbeilagen – es gibt so viele Möglichkeiten. Aber super geeignet sind sie auch für Torten und Desserts. Und wenn ihr Eure Lieben oder Euch selbst einmal mit etwas wirklich Besonderem verwöhnen wollt, dann kauft eine große Tüte Maronen. Wundervolle, braun – glänzende Kullern. Ich liebe diesen Geschmack.

Und passend zum Thema habe ich auch gleich ein bisschen umdekoriert. Eine alte Obstkiste mit Heu und vielen lustigen Kürbissen sowie Maiskolben dekoriert. Und für die Girlande habe ich zuerst aus buntem Papier Buchstaben ausgeschnitten und diese dann auf gesammelte bunte Blätter geklebt.

Die Blätter habe ich mit Hilfe von kleinen Holzklammern an einem Stück Naturbast befestigt. Wenn ihr die Blätter vorher presst, hält sich die Girlande länger.


Für das Maroni Püree:

600 g Maronen
65 g Zucker
50 ml Wasser
Mark einer Vanilleschote
1 EL Rum (aroma)
Schlagsahne



Für die Kirschgrütze: 

100 g Sauerkirschen (TK)
6 EL Kirschsaft
50 g Zucker
1 Pck.Vanillezucker
20 g Speisestärke
Zuerst die Maronen mit einem scharfen Messer der Länge nach einritzen (damit die Schale nicht platzt). Dann in einen Topf geben und mit Wasser auffüllen (doppelt so hoch wie die Kastanien sind). Bei mittlerer Wärme ca 1 bis 1 / ½ Stunden kochen. Das Wasser abschütten und mit kaltem Wasser abschrecken. So lässt sich die Schale dann mit Hilfe eines sehr scharfen Messers etwas einfacher befreien. Im Inneren werdet ihr noch eine dünne Schale /bzw. Haut finden, die bitte auch abziehen, sonst schmeckt es bitter. 
Die Maronen zunächst etwas kleiner schneiden, dann in einen automatischen Zerkleiner geben. In einem Topf Zucker mit Wasser vermengen und auf kleiner Flamme erhitzen, ein paar Minuten einköcheln lassen, bis Zuckersirup entstanden ist. Die Maronen dazu geben und gut vermischen. Mit der Vanille und dem Rumaroma abschmecken. Zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie gewickelt in den Tiefkühler legen. In der Zwischenzeit die Kirschgrütze vorbereiten. Dafür die angetauten Kirschen mit dem Zucker und Vanillezucker in einen Topf geben und 10 Minuten köcheln lassen. Den Kirschsaft mit der Speisestärke mischen, dann unter die Kirschen geben, kurz aufkochen lassen. In eine Schüssel füllen und erkalten lassen.
Die Kirschgrütze in das Glas geben und dann abwechselnd Kastanienpüree und Sahne schichten. Die Kastanien könnt ihr dafür nach ca. 1 Stunde am besten mit Hilfe einer Reibe direkt in das Glas reiben.

Der Aufwand lohnt sich – das schmeckt absolut himmlisch und schön herbstlich. 


Kleiner Tip: wer etwas weniger Zeit zur Verfügung hat oder sich die Arbeit vereinfachen will, kann auch die in Vakuum verpackten Maronen weiterverarbeiten, die es in der Gemüseabteilung zu kaufen gibt.




süße Grüße und noch einen wundervollenSonntag, Eure kessy

1 megjegyzés:

Viki

21/10/12 18:49

Fincsi

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