30 Oktober 2012

Herbstliche Birnen-Tarteletts

Da ich die letzten Tag mit Fondanttorten und Halloweenvorbereitungen beschäftigt war, stand mir heute der Sinn nach einer einfachen Verführung. 
Wir lieben Tarteletts – die kleinen feinen Küchlein für zwischendurch. Mit frischen Früchtchen die im lockeren Teig versinken, pur oder mit Zuckerkrone. Super schnell angerührt und auch mit einer Kugel VanilleEis ein Hauptgewinn. 
Ihr könnt sie noch zusätzlich mit Nüssen verfeinern und auch ein Bett aus Mohn und Quark würde super dazu passen.

Zutaten für 6 Stück: 

100 g Mehl
30 g Zucker
1 Päckchen Vanillin-Zucker
1 Ei
150 ml Milch
1 EL Öl
3 - 4 kleine Birnen
3 EL Aprikosen-Konfitüre
1 TL Puderzucker

Die Förmchen fetten. (ich habe Silikonförmchen verwendet, da entfällt dieser Schritt). Den Ofen auf 130 Grad Umluft vorheizen. Das Mehl mit dem Zucker und Vanille-Zucker mischen. Die Eier dazu geben. Nacheinander erst die Milch, dann das Öl unterrühren, so dass ein glatter Teig entsteht. 

Am besten wählt ihr kleine Birnen. Diese schälen, entkernen und in dünne Scheiben schneiden. 
Den Teig in die Förmchen füllen (etwas Platz zum Rand lassen) und mit den Birnenscheiben fächerförmig belegen. Ca. 40 Minuten backen. Herausnehmen und abkühlen lassen. 
Die Konfitüre leicht erwärmen und die Birnenspalten damit bestreichen. (Ist die Konfitüre noch zu dick, könnt ihr sie mit etwas Wasser verdünnen). Die Tartelettränder mit Puderzucker bestäuben. Für die kleinen Fähnchen einfach hübsches Geschenkpapier auf ein Stück Pappe kleben, auschneiden und an einem Zahnstocher befestigen.


süße Herbst - Grüße, Eure Kessy



29 Oktober 2012

American Pumpkin Pie - Trick or Treat

... Halloween steht vor der Tür und ich habe oft den Eindruck, dass sich die Leute in zweierlei Gruppen aufteilen. Viele mögen den Tag und feiern schaurig schöne Parties, die anderen können damit so gar nichts anfangen. Aber egal wie man zu dem Thema steht, gegen eine leckere pie ist nichts einzuwenden und es wurde Zeit, mal diese typisch amerikanische Variante auszuprobieren. Cremig, herbstlich, aromatisch und ungewohnt - aber die Kombi aus reifen Orangen, exotischen Gewürzen und cremigem Kürbis schmilzt auf der Zunge, wenn man sich erst einmal durch die Teighülle geknabbert hat. In Amerika wird dieser Kuchen traditionell zu Thanksgiving serviert. Aber ich verbinde diese beiden Tage einfach mal zu einem leckeren Partydessert...



ihr benötigt:
200 g Mehl
3 Eier
100 g Butter
½ TL Salz
1kg Hokkaidokürbis
150 g Crème fraîche
100 g Schlagsahne
2 Eier
Messerspitze gemahlener Ingwer, Zimt,
Muskatnuss, Kardamom, Nelken
75 g brauner Zucker
75 ml frisch gepresster Orangensaft
Das Mehl mit 1 Ei, dem Salz und der kalten Butter (in grobe Stücke geschnitten) zu einem glatten Teig verkneten. Für eine bessere Konsistenz 2 -3 EL kaltes Wasser dazu geben. Zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und 1 Stunde kalt stellen.
In der Zwischenzeit den Kürbis schälen, klein schneiden, entkernen und in etwas Orangensaft und Wasser ca.15 Minuten kochen. Gut abtropfen lassen. Eine Pieform fetten und anschließend mit dem ausgerollten Teig auslegen.  Dabei am Rand 2-3 cm hochdrücken. Überstehenden Teig mit einem Messer abschneiden. (wer mag, kann daraus kleine Figuren formen und auf die pie legen) Mit einer Gabel mehrmals in den Teig pichsen.
Den Kürbis pürieren, die creme fraiche, Sahne, 2 Eier, Gewürze und braunen Zucker dazu geben, alles gut verrühren, abschmecken und über den Kürbis gießen. 
Die Pie im heißen Backofen 175 °C Umluft ca. 50 Minuten backen. Falls ihr seht, dass eure Tarte zu braun wird, mit etwas Alufolie abdecken.(kleine Mini pies brauchen nicht länger wie 25 Minuten) 

kleiner Tip: ... mit gesüßter Schlagsahne servieren...
schaurige Grüße, Eure Kessy

28 Oktober 2012

Orangen – Eiskristalle


... ein herrlicher Orangenduft, der um die Häuser weht…. 


Blitzschnelle Kekse in 20 Minuten, ein aromatischer Orangengeruch und eine sandig – weiche Textur – genau mein Ding. Dazu noch hübsch in Form gespritzt – das muss ausprobiert werden. Wie viele andere  habe auch  ich den gestrigen Tag heiß herbei gesehnt.  Endlich ist das neue "Lecker - CHRISTMAS" Magazin erschienen. Und das erste Rezept aus dem Heft auszuprobieren hat für mich immer etwas magisches. Danach teste ich immer alles will durcheinander – aber das erste, das will immer gut überlegt sein. Aber dieses mal, da viel mir die Wahl nicht schwer…. 


200 g weiche Butter
100 g Puderzucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Ei
1 Prise Salz
abgeriebene Schale von 2 Bio Orangen
300 g Mehl
3 EL Milch
1 EL Zucker
100 g Zartbitterschokolade

Den Ofen auf 170 Grad Umluft vorheizen.

Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Ich mache in die vier Ecken einen Klecks Butter damit das Papier besser haftet. Die Butter stelle ich in einer Schüssel kurz in den Ofen, damit sie schön weich, aber noch nicht flüssig wird. In der Zeit wasche ich die Orangen und reibe die Schale ab. Dann die Butter mit dem Puderzucker, Vanillezucker und der Prise Salz mischen und schaumig rühren. Das Ei und die Hälfte der Orangenschale unterrühren. Die Milch dazu geben und am Schluss das Mehl. Alles gut verrühren. Es entsteht ein zähflüssiger Teig. Den Teig fülle ich jetzt in eine Spritztüre und spritze kleine Tuffs auf das Backpapier. Die Kekse zerlaufen nicht sonderlich, ihr braucht also nicht viel Platz dazwischen lassen, wie in etwas bei cookies. In die Mitte einen etwas größeren Tuff spritzen und 6 kleinere drumherum. Anschließend im Ofen ca. 6 – 7 backen. Nach 5 Minuten schaue ich beim Backen zu, dann kann man das Blech rechtzeitig rausnehmen.
Die vorgegebenen 170 Grad waren bei meinem Ofen etwas zu hoch so dass die Ränder des ersten Bleches ein bisschen brauner geworden sind. Ich habe es jetzt so gemacht, dass ich, nachdem ich ein Blech rausgenommen habe, den Ofen auf 170 Grad hochgestellt habe. Dann 1- 2 Minuten so gelassen, und wenn ich das nächste Blech reinschiebe, wieder runter auf 150 – 160 Grad. Klappt super. Hängt aber auch wirklich vom Ofen ab. Auch die Menge ist super. Bei mir sind 30 Kekse entstanden (habe aber schon vom Teig genascht) Nicht zu viele zum langweilig essen, aber genau so viele, wieviel man zum Glücklichsein braucht.  
Anschließend die Schoki überm Wasserbad schmelzen und auf den Keksen verteilen. 
Ich habe mich für eine Püncktchen - Schoko - Deko entschieden, damit unser zu Hause nicht gleich aussieht wie ein Schokofestung. All over schoki Kekse und Kinderfinger – keine gute Kombi. Aber ansonsten sind eurer Fantasie natürlich keine Grenzen gesetzt. Ihr könnt eure halb in Schoki tauchen oder auch ganz darin versinken lassen, so wie ihr es mögt… 
P.S. dieses süße Dekoherz musste ich Euch unbedingt noch zeigen - meine Mama versorgt mich immer wieder mit so tollen kleinen Überraschungen und ich mache mich jetzt gleich auf die Suche nach einem hübschen Plätzchen zum Aufhängen...


Ich wünsche Euch einen wunderschönen Restsonntag und einen tollen Start in die neue Woche, 

süße Grüße, Eure Kessy

27 Oktober 2012

Maronenbrot - die Stulle mit den Pfifferlingen

Ich bin ja schon eine Cremehauben Zuckerperlenliebhaberin. Aber manchmal brauche ich den puren urigen Geschmack. Ohne jeglichen Schnick-Schnack. Und ich liebe es, frisches Brot selbst zu backen. Das hat so was meditatives – stilles vorsichhinkneten, einen Laib formen, mit Mehl bestäuben und beim Backen zuschauen. Und am Ende wird man mit einem tollen warmen duftenden Brot belohnt...
Frische Pfifferlinge die aus der Tüte purzeln, ein lockerer Frischkäse mit Kräutern und ein bisschen Salzbutter – mehr braucht man nicht – weich gebetet auf einem Stück duftenden Maronenbrotes mit rustikaler Kruste und aromatischen Kastanien. Da wird die einfache Stulle zum puren Genuss und Wunschobjekt...

... und das benötigt ihr

2oo g Vollkornmehl
50g Kastanienmehl (Reformhaus)
25g Hefe
1Tl Zucker
200ml lauwarmes Wasser
250g gekochte Kastanien
1TL Salz
Die 2 Mehlsorten gut mischen und sieben. Salz dazu geben. Die Hefe mit dem Zucker im warmen Wasser auflösen, zum Mehl in einer Mulde geben und gut verkneten. Mit einem leicht feuchten Küchentuch abgedeckt an einem warmen Ort ca. 40 Minuten gehen lassen. Ich heize meist vorher den Ofen auf 50 Grad vor, schalte ihn dann aus und lasse ihn kurz abkühlen, dann stelle ich die Schüssel mit dem Brotteig hinein. Das ist die perfekte Temperatur für die Hefe. 

Während dieser Zeit die gekochten Maronen grob hacken. Ich habe bereits Gekochte verwendet, die ihr in der Gemüseabteilung finden könnt. 
Nach der Ruhezeit die Kastanien unter den Teig heben und einen Brotlaib formen. Dafür den Teig einer leicht bemehlten Arbeitsfläche ordentlich durchkneten und dann mit bemehlten Händen formen. Am Ende mit Mehl bestäuben und dann an einem warmen Ort noch einmal 1 Stunde zugedeckt gehen lassen. Abschließend mit einem Messer kreuzförmig einschneiden und etwas mit Wasser besprühen. 

Den Ofen auf 200 Grad Umluft vorheizen. Eine kleine feuerfeste Form mit Wasser befüllen und unten in den Ofen stellen. (sorgt für eine hohe Luftfeuchtigkeit im Ofen) Dann das Brot hineinschieben und 10 Minuten bei 200 Grad backen, dann die Temperatur auf 180 Grad absenken. Insgesamt ca. 40 Minuten backen.
Für die Pfifferlinge eine Schalotte schälen und klein würfeln. In etwas Öl oder Butter anbraten und wenn sie glasig sind, die gesäuberten Pfifferlinge (eventuell etwas kleiner schneiden) dazu geben. Ich würze nur mit Salz, Pfeffer und eventuell einem kleinen Schluck Weißwein. Auf das Brot etwas Salzbutter oder körnigen Frischkäse geben und dann mit den Pilzen servieren.
Das nächste mal werde ich noch etwas mehr Salz dazu geben, da die Kastanien süßlich sind und dadurch der Kontrast noch besser zur Geltung kommen kann.
Für alle die Brot genauso lieben wie ich: Die schönsten und urigsten Bäckereien habe ich in Münster entdeckt. Eine riesen - riesen Auswahl auch an traditionellen Kornsorten, liebevoll von Hand geformt und in tollen Körben angeboten.
Ich wünsche Euch ein wundervolles Wochenende mit ganz viel Zeit für Eure Lieben...

23 Oktober 2012

OMBRE - Vintage Halloween Torte

Bei dieser Schichttorte leuchten die vier Biskuitböden in wunderschönen orangenen Nuancen. Von außen Vintage, von innen farbenfroh und knallig. .. 
… ich hatte schon ganz lange vor, eine Ombre Torte – zu deutsch „Farbverlauf“ bzw. schattiert - zu machen. Aber ich konnte mich bislang nicht wirklich für eine Farbe entscheiden und habe zwischen rot und blau geschwankt und war dann zudem unschlüssig, ob ich den Teig als solchen einfärbe oder die Creme bzw. den Fondant von außen, was ja auch bestimmt ganz reizend aussieht. Aber da nun endlich Halloween vor der Tür steht, dachte ich mir – und jetzt los – knallorange und schwarz - weiß passt super. Und für die anderen Kombinationen finde ich bestimmt auch schon bald eine passende Gelegenheit. Gefärbt habe ich mit der Lebensmittelpaste Sugarflair in der Farbe „Peach“. Sie ist super ergiebig und den Rest benutze ich dann ganz einfach für die Hexen - Cupcakes, die nächste Woche noch auf uns warten. .. 

Ihr braucht:
300 g weiche Butter
250 g Zucker
6 Eier
50 ml Buttermilch
2 gestrichene TL Backpulver
220 g Mehl
100 g Speisestärke
orangene (oder andere) Speisefarbe
150 g Brombeergelee (Füllung) 
Für den Teig die weiche Butter mit dem Zucker schaumig rühren. Nach und nach die Eier, dann die Buttermilch zufügen. Die trockenen Zutaten, also Mehl, Backpulver und Stärke mischen und unterheben. Den Teig gut verrühren. Dann in vier gleichgroße Teile aufteilen und in kleine Schüsselchen füllen. 
Ein Teil Teig bleibt ohne Farbe. Den Rest einfärben, indem von Schälchen zu Schälchen etwas mehr Farbe dazu gegeben wird. 
Zwischendurch den Backofen vorheizen (Umluft 150 Grad). Die Springformen fetten und mit Mehl ausstäuben. (Ich habe eine 18 cm benutzt). In jede Backform eine Portion Teig geben und dann nacheinander 25 Minuten backen. Anschliessend kurz in der Form auskühlen lassen, dann herausnehmen. Die Springformen säubern und von vorne beginnen. Buttern, ausstäuben, Teig einfüllen und backen. Anschliessend die Tortenböden eventuell begradigen und mit Brombeergelee bestreichen. Aufeinander setzen. Am besten ein paar Stunden mit Frischhaltefolie abgedeckt in den Küphlschrank stellen. Da ich aber nicht so viel Zeit hatte, habe ich sofort weiter gemacht und es hat auch so ganz gut geklappt.

Für das Frosting
275 g weiche Butter
275 g Puderzucker
150 g Naturjoghurt oder Mascapone
Für das Fosting die weiche Butter mit dem Puderzucker schaumig rühren, bis die Butter weiß wird. Dann den Joghurt unterheben. Die Torte rundherum mit der Creme bestreichen. Ihr könnt, falls ihr es etwas ordentlicher haben wollt, auch mit Hilfe einer Spritztüte und Tülle verzieren. Anschliessend 1 – 2 Stunden kalt stellen. Die Torte hält gekühlt 2 – 3 Tage, falls sie nicht vorher schon vernascht wird.

Rezeptquelle Lecker Bakery

P.S. Kleiner Tip: noch viel besser und schneller kommt ihr, wenn ihr 2 gleichgroße Springformen habt und gleichzeitig immer 2 Böden backt. Ihr könnt als Alternative auch Runde Metallkeksdosen benutzen, die ihr zunächst fettet und dann mit Backpapier auslegt (Rand und Boden!)

Süße Grüße, Eure Kessy 

21 Oktober 2012

Maronenpueree auf Sauerkirsch - Sahne Boden

Ich bin verwirrt – ich glaub der Sommer ist zurück – Dabei mag ich doch den Herbst so! Denn geht es euch auch so, dass ihr zu dieser Jahreszeit einfach nicht an den schönen Kastanien vorbei gehen könnt. Ich schaffe das bis heute nicht ohne sie aufzuheben. Aber ich habe ja jetzt zum Glück auch die beste Ausrede überhaupt sein mein "Mini me" neben mir herläuft. Kastanien sammeln ist super, kleines Körbchen in der Hand, beschwingt hopsend und sich freuen wenn man mal wieder ein besonders schön glänzendes Exemplar gefunden hat. Und so habe ich euch heute auch eine kleine feine Spezialität mitgebracht. 
Während in vielen Ländern die Maronen, also Esskastanien zum festen Speiseplan zählen, findet man sie hierzulande bisher eher vereinzelt. Dabei ist das so schade, man kann daraus wundervolle Pasta zaubern, cremige Suppen oder Salatbeilagen – es gibt so viele Möglichkeiten. Aber super geeignet sind sie auch für Torten und Desserts. Und wenn ihr Eure Lieben oder Euch selbst einmal mit etwas wirklich Besonderem verwöhnen wollt, dann kauft eine große Tüte Maronen. Wundervolle, braun – glänzende Kullern. Ich liebe diesen Geschmack.

Und passend zum Thema habe ich auch gleich ein bisschen umdekoriert. Eine alte Obstkiste mit Heu und vielen lustigen Kürbissen sowie Maiskolben dekoriert. Und für die Girlande habe ich zuerst aus buntem Papier Buchstaben ausgeschnitten und diese dann auf gesammelte bunte Blätter geklebt.

Die Blätter habe ich mit Hilfe von kleinen Holzklammern an einem Stück Naturbast befestigt. Wenn ihr die Blätter vorher presst, hält sich die Girlande länger.


Für das Maroni Püree:

600 g Maronen
65 g Zucker
50 ml Wasser
Mark einer Vanilleschote
1 EL Rum (aroma)
Schlagsahne



Für die Kirschgrütze: 

100 g Sauerkirschen (TK)
6 EL Kirschsaft
50 g Zucker
1 Pck.Vanillezucker
20 g Speisestärke
Zuerst die Maronen mit einem scharfen Messer der Länge nach einritzen (damit die Schale nicht platzt). Dann in einen Topf geben und mit Wasser auffüllen (doppelt so hoch wie die Kastanien sind). Bei mittlerer Wärme ca 1 bis 1 / ½ Stunden kochen. Das Wasser abschütten und mit kaltem Wasser abschrecken. So lässt sich die Schale dann mit Hilfe eines sehr scharfen Messers etwas einfacher befreien. Im Inneren werdet ihr noch eine dünne Schale /bzw. Haut finden, die bitte auch abziehen, sonst schmeckt es bitter. 
Die Maronen zunächst etwas kleiner schneiden, dann in einen automatischen Zerkleiner geben. In einem Topf Zucker mit Wasser vermengen und auf kleiner Flamme erhitzen, ein paar Minuten einköcheln lassen, bis Zuckersirup entstanden ist. Die Maronen dazu geben und gut vermischen. Mit der Vanille und dem Rumaroma abschmecken. Zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie gewickelt in den Tiefkühler legen. In der Zwischenzeit die Kirschgrütze vorbereiten. Dafür die angetauten Kirschen mit dem Zucker und Vanillezucker in einen Topf geben und 10 Minuten köcheln lassen. Den Kirschsaft mit der Speisestärke mischen, dann unter die Kirschen geben, kurz aufkochen lassen. In eine Schüssel füllen und erkalten lassen.
Die Kirschgrütze in das Glas geben und dann abwechselnd Kastanienpüree und Sahne schichten. Die Kastanien könnt ihr dafür nach ca. 1 Stunde am besten mit Hilfe einer Reibe direkt in das Glas reiben.

Der Aufwand lohnt sich – das schmeckt absolut himmlisch und schön herbstlich. 


Kleiner Tip: wer etwas weniger Zeit zur Verfügung hat oder sich die Arbeit vereinfachen will, kann auch die in Vakuum verpackten Maronen weiterverarbeiten, die es in der Gemüseabteilung zu kaufen gibt.




süße Grüße und noch einen wundervollenSonntag, Eure kessy

19 Oktober 2012

Tarte Tatin mit Birnen und Ahornsirup

Ich habe euch heute eine kleine Geschichte mitgebracht. Meine Oma hat wohl den besten Birnenkuchen der Welt gemacht. Immer locker, saftig und so unglaublich „ mhhhmmmm“. Und wenn wir Sonntags bei ihr waren, habe ich den Moment geliebt, als sie ihre Schürze abgebunden hat und alle zu Tisch rief. Was für schöne Erinnerungen.

Ich bin so froh, dass man gewisse Momente immer vor seinem inneren Auge hat. Und als ich letztens im Schrank noch von ihr handgefertigte kleine Tücher fand, habe ich mich unglaublich gefreut. Benutzen werde ich sie wohl nie, aber als kleines hübsches Hinguckerl haben sie doch einen tollen Platz gefunden.

P.S. Ihre wunder – wunderschöne blütenweiße Schürze mit Lochstickereien zeige ich euch ein anderes mal…


für 1 Tarte benötigt ihr:

50 g Puderzucker
3 EL Ahornsirup
20 g Butter
50 g Mandelblättchen
1 große Birne
3 Scheiben TK Blätterteig



Zu allererst die Blätterteigscheiben aus dem Kühlschrank nehmen und leicht antauen lassen. Den Ofen vorheizen (Umluft 180 Grad).
Dann den Ahornsirup mit dem Zucker und der Butter schmelzen. Hat sich die Masse verflüssigt, die Mandelplättchen zufügen. Die Wärme reduzieren und ca. 5 Minuten köcheln lassen. In der Zeit könnt ihr die Birne vorbereiten. Waschen, halbieren und entkernen. In dünne Scheiben schneiden. Dann zur Sirup-masse geben und weitere 5 Minuten köcheln lassen, bis alles eingekocht ist. 

Die angetauten Blätterteigscheiben könnt ihr jetzt übereinanderlegen undmit hilfe eines Nudelholzes in der Größe der Pfanne ausrollen. Die karamellisierten Birnen in eine feuerfeste Form füllen und den Teig oben drauf legen. (Tart Tatin ist das, was bei uns die Torte "Verkehrt" ist. Bei der Tart Tatin wird der Belag unten und der Boden wird oben gebacken, erst anschließend wird die Tart gestürzt)

Am besten behaltet ihr etwas vom Sirup zurück, den könnt ihr ganz zum Schluß auf dem Teller noch darüberträufeln. Mehrmals mit einer Gabel in den Teig stechen, damit die heiße Luft entweichen kann. Ca. 15 Minuten backen, dann 2 -3 Minuten ruhen lassen und erst dann auf einen Teller stürzen. Vorsicht – sehr heiß!

Kleiner Tip: Wer keinen Ahornsirup mag kann auch hellen Sirup z.B. von Grafschafter verwenden.

süße Grüße, eure Kessy

16 Oktober 2012

Double Chocolate Brownies mit Himbeerguss

Brownies passen zu allen Gelegenheiten – bei mir sogar zum Frühstück. Ich könnte eh den ganzen Tag Kuchen und Kekse naschen. Und für einen guten Brownie lasse ich alles stehen. Dabei gibt es meiner Meinung nach nur eine einzige Vorgabe „schön saftig“ muss er sein. Ansonsten kann man ihn mit Nüssen bewerfen, oder wie hier, unter einem schönen Himbeerguss verbergen. Das leckere Geheimnis lüftet sich dann mit dem ersten Bissen.


Die Idee ist von „Lecker“ aber ich habe die Rezeptangaben ein wenig angepasst, weil ich finde „Ja, Brownies müssen schön süß sein, aber sie müssen nicht vor Zucker kleben und sie schmecken auch so wunderbar! Gerade durch den Guss sind sie eh schon ganz ganz lecker!


Zutaten:
100g weiße Schokolade
100 g Zartbitterschokolade
200g Doppelrahmfrischkäse
50 g + 200 g Zucker
Mark 1 / 2 Vanilleschote
4 Eier
200 g frische oder TK Himbeeren
300 g Butter
4 EL Kakao
250 g Mehl
1 gestrichener TL Backpulver
Zuerst eine rechteckige Backform vorbereiten. Dafür ausfetten und dann das Backpapier hineinlegen Es haftet super an und man kann es ganz toll glatt ziehen. (Papier mit der glatten Fläche nach oben). 

Den Ofen auf 150 Grad Umluft vorheizen.

Benutzt ihr TK - Himbeeren dann schon jetzt aus dem Kühlschrank herausnehmen und kurz antauen lassen. Wenn ihr frische habt, dann kurz abspülen und auf Papier trocknen lassen.

Die Schokoladen hacken und zusammen mit der Butter im Wasserbad schmelzen. Sind sie flüssig, den Kakao und 200 g Zucker unterrühren. Die Eier kurz verquirlen und auch mit unterheben. Ganz zum Schluss noch das mit dem Backpulver gemischte Mehl einarbeiten. Den Teig noch einmal gut verrühren und dann in die Form streichen.

Für den Guss den Frischkäse mit dem Ei, dem Zucker (50g) und dem Vanillemark verrühren, dann die Himbeeren dazu geben und alles auf dem Kuchenteig verstreichen. Den Kuchen 40 bis 45 Minuten bei 150 Grad Umluft backen.

Bei mir war (durch den Guss) die obere Schokoladenschicht noch sehr weich, fast flüssig. Das nächste mal werde ich den Kuchen noch 5 Minuten länger im Ofen lassen. Aber für alle Schokoholics wahrscheinlich genau das richtige – „ein flüssiger Kern“. Und auch am nächsten Tag noch unglaubig saftig.


Wie liebt Ihr denn Eure Bwonies? Pur oder verfeinert? 

süße Grüße, Eure Kessy