20 August 2013

Kleine Törööö Rüschen Torte

Heute möchte ich euch meine kleine Inspirationstorte zeigen. Zur Zeit purzeln wir von einem Geburtstag in den nächsten – Kindergeburtstag – so ein schönes Thema, und bei uns ist es Brauch, dass auch die Mama für ihre Bemühungen ein Blümchenstrauß bekommt, also mal schnell dem zuständigen Papa den Tip gegeben und die Torte für´s Töchterlein gleich dazu, denn ist Mama glücklich – sind alle glücklich 
Diese Torte ist eine Minitorte, wobei die untere Etage einen Durchmesser von 20 cm, die obere 16 cm hat. Vom Geschmack habe ich mich für Himbeersahne entschieden, da das bei den Kleinen sehr gut ankommt. 

Himbeersahnefüllung:
8 Blatt weiße Gelatine
600 g Himbeeren
2 EL Zitronensaft
500 g Schlagsahne
80 g Zucker
1 Pckg. Vanillezucker
Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. In der Zeit die Himbeeren verlesen und mit dem Zucker und Vanillezucker pürieren. Die Gelatine ausdrücken und bei schwacher Hitze auflösen. Zitronensaft und 2 EL Püree löffelweise unterrühren, dann unters übrige Püree rühren. Ca. 15 Minuten kalt stellen, bis es zu gelieren beginnt. Die Sahne steif schlagen, in 3 Portionen unters Püree heben.

Im ersten Schritt wurden beide Etagen fondanttauglich gemacht, wenn ihr euch das noch einmal anschauen wollt, dann geht es hier entlang. Ich habe mich passend zu einer weißen Ganache entschieden. Zwischen den beiden Etagen sind aufgrund der Größe nur 3 Holzstäbchen eingesetzt, das hält ganz wunderbar. Für diese Torte benötigt ihr 3 Farben: weiß, grau und rosa. Die untere Etage ist mit rosa MMF überzogen, die obere mit weißem. (Rezept hier). Und jetzt zum Design. Zuerst habe ich den kleinen Elefant vorbereitet. Er besteht aus Modellierfondant, also zur Hälfte aus Blütenpaste (Rezept hier) und zur anderen Hälfte aus Fondant. Diesen habe ich mit etwas schwarz, dunkelblau und einem kleinen bisschen lila eingefärbt. Aber wirklich nur hauchzart. (Am besten man verwendet zum Farbpotionieren einen Zahnstocher) Einen Kreis formen und etwas platt drücken. Dann den Einschnitt für die Beine machen und diese mit den Fingern nachmodelllieren. Zum Schluss den Rüssel herausformen und mit einem Lebensmittelstift oder etwas schwarzer Farbe dasAuge einzeichnen. Das Ohr hat die gleiche Farbe wie das Herz – zartrosa - und wurde mit einem Herzausstecher ausgestochen, dann mit den Fingern abgerundet. Das Herz habe ich auf einen 1,5 cm langen Blumendraht gesteckt und trocknen lassen. Ich habe den Draht in den noch weichen Elefant einmal reingesteckt, um ein Loch zu machen, aber erst ganz zum Schluss endgültig eingeklebt.
1. Zuerst habe ich die untere, dann die obere Etage dekoriert. Vom gleichen rosa Fondant mit dem die Torte    eingedeckt wurde rolle ich ca.6 cm lange und 2 cm breite Rechtecke aus (Dicke ca. 1-2 mm)


2. Dieses fange ich von der kürzeren Seite her an wie einen Fächer umzufalten. 
 
3. Mit der rechten Hand fasse ich alle entstandenen Falten zusammen und ziehe den Fächer auf. 
4. Mit Hilfe von etwas Zuckerkleber klebe ich die zwei kurzen Seiten an der Berührungsstelle zusammen, so das ein Kreis entsteht. Diesen klebe ich einzeln mit etwas Kleber auf die Torte. Ich fange von unten an und klebe immer eine Reihe (3 Stück) nach oben. So verfahre ich mit der ganzen Torte. Das ist etwas zeitaufwendiger, sieht aber sehr hübsch aus. Immer wenn eine Reiehe geklebt ist, zeichne ich mit einem spitzen tool die einzelnen Falten einmal nach. Dann dekoriere ich die obere Etage. 
5. Rundherum habe ich mit dem mittleren Herzaustecher (3 er Set) kleine Herzen ausgestochen und diese zusammen mit einer Randleiste im gleichen Farbton angeklebt.
 Zum Schluss noch den kleinen Elefant darauf setzen, natürlich mit Herzluftballon und wer mag, kann ihm noch eine kleine Rüsschendecke in gleicher Weise wie die Rosen gefaltet, dazu legen. 
Süße Grüße, Eure Kessy

12 August 2013

Birnen Karamell Szarlotka (Lactosefrei)

... der Urlaub ist vorbei und ich bin voller Ideen und Puderzuckerfantasien zurück gekommen. Unsere Küche wurde kurzerhand zur Leckereienversuchsküche umfunktioniert und die Buchvorbereitungen laufen auf Hochtouren. Und so habe ich gestern diesen leckeren Kuchen gebacken und konnte ihn euch einfach nicht vorenthalten! Er ist nicht nur unsagbar locker und saftig, sondern noch dazu lactosefrei und blitzschnell gemacht, also ein echter Montags-Wochenbeginnskuchen für nach der Arbeit mal schnell in die Küche flitzen
… und auch wenn diese polnische Spezialität ursprünglich mit Äpfeln gebacken wird, so sind in dieser Variante des saftigen Klassikers Birnen und kleine Karamellstückchen versunken … 

Für eine 18 cm Springform:

800 g Birnen
190 g Zucker
1 Prise Salz
1 Tl Vanillearoma
4 Eier
125 g Mehl
120 g Muh Bonbons (Milchkaramellen)
Den Ofen auf 150 Grad Umluft vorheizen. Die Springform mit etwas Pflanzenöl einölen. Die Birnen schälen, vierteln und entkernen, dann in kleine Stücke schneiden. In die Form legen. Die Karamellen mit einem Messer in kleinere Stücke schneiden und auf den Fruchtstücken verteilen. Die Eier mit dem Zucker, Salz und Vanillearoma weißlich schaumig schlagen (ich verwende dafür einen Schneebesen oder ein Handrührgerät). 
Das Mehl unterheben und den Teig über die Früchte gießen. In den Ofen schieben und auf unterster Schiene ca. 50 Minuten backen. Falls der Kuchen zu braun wird, mit etwas Alufolie abdecken. In der Form abkühlen lassen, danach mit Puderzucker bestreuen.
Tip: Für eine ganz besondere Note kann man die Birnenstückchen kurz in etwas Birnenlikör (z.B. „Kruskovec Moreska“) wenden und erst danach in die Form legen.
Ich wünsche Euch eine ganz tolle Woche und ein bisschen Zeit zum Backen und geniessen, 
süße Grüße, Eure Kessy

05 August 2013

Stachelbeer - Panna Cotta Torte

… kleine saftige Kugeln mit putzigen Stacheln, kaum würde man vermuten welch sanfter Geschmack und nur leichte Säure sich darunter verbirgt. Zur Zeit hat man die volle Auswahl an feinstem Beerenobst und so landet sicherlich auch bei euch hin und wieder ein Schälchen Stachelbeeren in den Einkaufskörben. Daraus lassen sich nicht nur ganz prima Kuchen und Torten backen, man kann sie auch zu feinen Obstaufstrichen und Desserts weiter verarbeiten. Und meine heutige Torte ist eine sommerliche Kombination auf einer „Panna cotta Creme“, was übersetzt „gekochte Sahne“ bedeutet, aber so viel mehr ist - Sehnsucht nach Italien, Meer und Genuss..
Boden: (26-er Form)
100 g weiche Butter
3 Eier
100 g Zucker
2 Päckchen Vanille-Zucker
1 Prise Salz
150 g Mehl
2 gestrichene TL Backpulver
70 ml Milch
150 g Zucker (für den Baiser)
Den Ofen auf 150 Grad Umluft vorheizen und eine Springform fetten, dann mit Mehl ausstäuben. Die Eier trennen, das Eiweiß beiseite stellen. Die Butter, Zucker, den Vanille-Zucker und 1 Prise Salz cremig rühren. Jedes Eigelb einzeln unterrühren. In einer separaten Schüssel Mehl und Backpulver mischen und zum Teig geben, zum Schluss die Milch unterrüh­ren und in die Form streichen, ca. 20 -25 Minuten backen. In der Zwischenzeit die Eiweiße mit 1 Prise Salz steif schlagen. Den 150 g Zucker unter weiterem Schlagen langsam einrieseln lassen und den Baiser solange weiterschlagen, bis er schön fest ist. Dann den Ofen öffnen und den Baiser mit einem Löffel locker auf dem Tortenboden verteilen, dabei längere Spitzen nach oben ziehen, damit eine schöne Haube entsteht. Den Ofen auf 175 Grad Umluft hochschalten und den Boden mit dem Baiser ca. 10–12 Minuten weiterbacken, aufpassen dass sich der Baiser nicht braun färbt. (Sonst eventuell mit etwas Alufolie abdecken.) Dann die Springform herausnehmen und mit einem Messer zwischen Tortenboden und Springformrand entlang fahren. Den Kuchen in der Form auskühlen lassen.

Stachelbeerkompott
150 g Zucker
300 g Stachelbeeren
1 Pckg. Vanille Puddingpulver
70 ml Apfelsaft
2 EL Zitronensaft
Die Stachelbeeren waschen und mit dem Apfelsaft kurz (ca. 2 Minuten) aufkochen lassen, dabei den Zitronensaft und den Zucker dazu geben. Den Saft abschütten und auffangen. Das Puddingpulver mit 5 EL Saft verrühren. Den Rest Saft wieder aufkochen. Das Puddingpulver einrühren, aufkochen und ca. 1 Minute köcheln. Die Stachelbeeren wieder dazu geben. Alles etwas abkühlen lassen. Um den unteren Boden einen Tortenring legen. Das Kompott darauf verteilen. Alternativ kann man statt den frischen Beeren auch ein Glas Stachelbeeren (720 ml) verwenden. Dann kann man den Apfelsaft weglassen und stattdessen den eigenen Saft aus dem Glas weiterverarbeiten. 

Panna Cotta Creme
5 Blatt Gelatine
1 Vanilleschote /o. ½ Vanillearoma
250 ml Milch
300 g Schlagsahne
80 g Zucker
Die Gelatine in reichlich kaltem Wasser einweichen. Die Vanilleschote längs halbieren und das Mark herausschaben. Vanillemark- Schote, Zucker und Milch erhitzen. Die Gelatine zwischen den Fingern gut ausdrücken und in der warmen Milch unter Rühren auflösen, dann durch ein Sieb in eine Schüssel gießen. Die Flüssigkeit 30 Minuten kalt stellen, bis sie anfängt zu gelieren. In der Zwischenzeit die Sahne steif schlagen. Die Milch nochmals umrühren, dann löffelweise die Sahne unterheben, alles vorsichtig glatt rühren. Die Masse nochmals 20 Minuten im Kühlschrank gelieren lassen, dann auf das Kompott streichen und den Tortenboden mit Baiser aufsetzen. Die Torte mindestens 5 Stunden kalt stellen. 
Dekoration: am besten mit ein paar frischen Beeren dekorieren, eventuell noch mit etwas Puderzucker bestäuben oder flüssige Schokoladensauce darüber träufeln.
Ich wünsche Euch wunderschöne sommerliche Tage 
und schicke süße Grüße, Eure Kessy

30 Juli 2013

Coconut Lemon Bars

Eine leichte Kokosnote, sonnengeküsste, saftige Zitronen die an Minibäumchen sanft im Wind schaukeln, dahinter eine kleine Bergstraße die zum türkisblauen Meer führt - schon die wunderhübschen Farben sind das Sinnbild des Sommers. Wenn die Tage immer heißer werden, sehnt man sich nach Abkühlung. Aber auf naschen wollen wir ja doch nicht verzichten. Also Eiscreme, so richtig cremige- oder einen echten Sommerkuchen. Nachdem wir sämtliche Eisdielen durchgenascht haben, war es heute mal wieder Zeit für Backgenuss. Ich wollte schon gefühlte hundert Jahre eine Zitronen Tarte machen – aber angesichts der Strand - und Pickniktauglichkeit habe ich kurzerhand das Kuchenformat geändert – auf knackig, moderne Bars… und wenn ihr ihnen noch eine ganz besondere Note verleihen wollt, probiert mal ein paar frische Thymianblättchen dazu – super lecker!
Für den Teig: (ca. 22 x 32 cm)
250 g Mehl
50 g Kokosraspeln
60 g Puderzucker
225 g weiche Butter
2 Prisen Salz
Für die Füllung:
4 Eier
300 g Zucker
2 EL Speisestärke
130 ml frisch gepresster Zitronensaft
abgeriebene Schale ½ Zitrone
Den Ofen auf 175 Grad Umluft vorheizen. Eine rechteckige Backform (ca. 22 x 32 cm) fetten und mit Backpapier auslegen. Vom Mehl 3 EL beiseite stellen und den Rest mit dem Puderzucker und der Prise Salz sowie den Kokosraspeln mischen. Die Butter in Stückchen dazugeben und alles mit den Händen zu einem Teig verarbeiten. Falls er noch kleben sollte, etwas Mehl einarbeiten. Den Teig in die vorbereiteste Backform geben, mit einer Gabel ein paar mal hineinpichsen, damit er keine Blasen wirft und ca. 15 Minuten vorbacken. Die Oberfläche darf nur zart goldgelb werden.
In der Zwischenzeit den Belag vorbereiten. Dafür Eier, Zucker, das beiseite gestellte Mehl, Speisestärke, Zitronensaft und Zitronenschale mit dem Handrührgerät gut vermischen. Die Mischung direkt im Ofen auf den vorgebackenen (heißen) Boden gießen und noch ca. 15 Minuten backen bis die Zitronenschicht fest geworden ist. Nach dem Erkalten zart mit Puderzucker bestäuben und in Quadrate schneiden. Der Kuchen schmeckt auch am nächsten Tag grandios und lässt sich hervorragend einfrieren. 
ich hoffe Euren Appetit geweckt zu haben:)
süße Grüße, Eure Kessy


25 Juli 2013

Das große FONDANT LEXIKON – Tipps und Anregungen für alle


Im Teil 1 der perfekten Torte (siehe hier) bin ich auf das richtige Backen, Befüllen und Fondanttauglich machen eigegangen. Auf dem Weg zur tollen Torte bleibt jetzt also nur noch eins übrig: der perfekte Überzug aus Fondant! Davor graut es einigen ja und viele machen sich Sorgen, dabei ist das gar nicht nötig! Mit ein paar einfachen Tipps wird es auch Anfängern gelingen, und wenn doch nicht, so habe ich hier ein paar Anregungen, damit man nicht von ganz vorne beginnen muss. Doch zu allererst möchte ich auch hier noch einmal sagen, dass auch oder besonders hier beim Fondantüberzug gilt: Übung macht den Meister – und das ist wirklich so! Um so häufiger man eine Torte eindeckt, umso einfacher und schneller geht das! Mein Tip: fangt nicht unbedingt zu einem besonders wichtigen Anlass an Torten zu dekorieren! Auch wenn man gerade dadurch zu diesem Hobby inspiriert wird, so setzt einem das auch ganz schön unter Druck! Es ist wichtig sich an einen genauen Zeitplan zu halten, genügen Zeit mit ein zu planen (irgendwas geht meistens schief;)) und wenn´s geht mindestens einmal vor dem großen Ereignis eine (Probe)Torte gemacht und dekoriert zu haben! Wer auf Nummer sicher gehen möchte, dem empfehle ich einen Kuchen Dummie aus Styropor. Den könnt ihr bei allen größeren Firmen bestellen, meine beziehe ich immer hier her: „Torten Kram“. Daran lässt es sich super üben! 
Fondant selber machen:
Grundsätzlich können Motivtorten mit Marzipan oder Fondant überzogen werden. Beim Fondant unterscheidet man 3 Sorten: Schokoladenfondant, Gelatinefondant oder MMF (was Marshmallowfondant bedeutet). Für welchen man sich entscheidet ist absolut Geschmackssache. Jede Sorte hat Vor- und Nachteile. Während Gelatinefondant vor der Verarbeitung mindestens 24 Stunden ruhen muss, kann man MMF sofort weiter verarbeiten. Schokoladenfondant ist besonders wegen des leckeren Geschmack sehr beliebt! Oft werde ich nach „weniger süßen Alternativen“ gefragt: Dazu kann ich leider nur sagen – die gibt es nicht! Obwohl der Schokifondant etwas weniger süß schmeckt, ist doch in allen Alternativen der Hauptbestandteil Zucker! Ob man den Fondant nun mit ißt oder nicht, bleibt dabei natürlich Geschmackssache. Für Diabetiker kann ich nur die Möglichkeit ansprechen, zumindest die darunter liegende Torte diabetisch passend zu backen und den Fondant vor Verzehr zu entfernen. Die passenden Rezepte findet ihr hier:

Schokoladenfondant (klick Rezept hier)
Gelatine- Rollfondant 
(klick Rezept hier)
MMF 
(klick Rezept hier)

Fertigen Fondant kaufen:
Natürlich hat man auch die Möglichkeit, sich für fertigen Fondant zu entscheiden, der (fast) gebrauchsfertig ist. Am Anfang habe ich den auch lieber bestellt, damit ich ein Gefühl bekommen habe, wie die Konsistenz sein muss, wie er schmecken und sich verarbeiten lassen soll! Nur wenn man weiß wie das Endprodukt sein soll, kann man auch perfekten Fondant selber herstellen. Klickt euch einfach mal ein bisschen durch´s Netz, schaut Euch in Ruhe die jeweiligen Tortenshop Seiten an und vergleicht die Preise. Es gibt ihn in brillianten Farben und es ist natürlich wesentlich zeitsparender ihn fertig zu bestellen. Da ich aber relativ viele Torten herstelle und nicht immer bestellen möchte, mache ich oft MMF und habe daher ein paar Tüten Marshmallows und Puderzucker auf Vorrat zu Hause. Wer eine vegetarische Variante sucht, dem kann ich doch das Bestellen nahe legen: „Callebaut White Icing und SatinIce“ werden ohne tierische Gelatine hergestellt, denn als Elastizitätsgeber dienen pflanzliche Verdickungsmittel.

Wieviel Fondant benötige ich für eine Torte? 

Das richtet sich natürlich nach der Dicke des Überzuges und der Größe der Torte. Ausschlag gebend ist aber nicht nur der Umfang sondern auch die Höhe!
Für eine normale (26- oder 28er Torte) Torte sollte man ca. 1 kg Fondant bestellen. Es wird zwar weniger verwendet werden, aber man muss den Fondant größer als die Torte ausrollen (mindestens plus 10 cm!), damit man sie perfekt überziehen kann. Die Reste werden abgeschnitten. Sie lassen sich ganz problemlos für die nächsten Torten weiter verwenden.

Wie überziehe ich eine Torte? 
An diese Stelle werde ich demnächst ein Video stellen, was alles ganz genau zeigt. Wichtig ist gutes Arbeitsmaterial: Ich empfehle einen Silikonausrollstab, der zwar ein bisschen teurer ist (schaut mal bei ebay), aber die Investition lohnt sich absolut! Natürlich geht es auch mit einem normalen Nudelholz, aber es wird schöner und glatter mit einem Profiwerkzeug. Alternativ habe ich auch schon mal ein sauberes Plastikrohr genommen, man muss sich manchmal auch zu helfen wissen! Empfehlen kann ich für eine Torte einen langen Ausrollstab von mindestens 23 besser 40 cm. Das verhindert, dass man auf der Tortenoberfläche unschöne Kanten hat (dort , wo der kleine Stab zu Ende wäre)
Und jetzt geht´s los: An allererster Stelle muss der Fondant (ob gekauft oder selber hergestellt) gut vorbereitet, sprich geschmeidig geknetet werden. Dafür die Hände leicht mit  Kokosfett(Palmin soft ist ideal) eincremen und den Fondant kneten. Ihr werdet merken, dass er nach ein paar Minuten ganz geschmeidig und auch weicher wird und sich super schön bearbeiten lässt. Dieser Arbeitsschritt ist unabdingbar, muss also gemacht werden. Nur so lässt es sich verhindern, dass der Überzug später reißt! Dann bestäube ich die Arbeitsfläche mit etwas Speisestärke (oder Puderzucker) und fange an den Fondant gleichmäßig in alle Richtungen auszurollen. Dabei drehe ich den Fondant immer etwas weiter, damit ich nur vertikal, also von oben nach unten rollen muss. Noch dazu besteht so nicht die Möglichkeit dass alles anklebt. Habe ich die endgültige Größe erreicht (immer ein paar Zentimeter größer als die Torte, der Rest wird ja abgeschnitten!) Nehme ich in die rechte Hand einen Ausrollstab oder ein Nudelholz und lege den Fondant bis zur Hälfte darüber. Die linke Hand ist am linken Rand des ausgerollten Fondants. Jetzt wird der Fondant mit Schwung mittig auf die Torte gehoben. Ganz toll ist es, wenn ihr einen Helfer habt, der euch die Torte einfach darunter schiebt, wenn ihr sie gerade anhebt. Jetzt erst mal Luft holen ;) Die Ränder noch auf keinen Fall an die Torte drücken. Ihr beginnt oben. Mit einem Glätter von der Mitte der Torte nach außen streichen bis der die Oberfläche absolut glatt ist. (Gerne auch kreisförmige Bewegungen) Jetzt geht es an den Rand. Ihr werdet sehen, das sich dort Falten bilden und man wundert sich wohin mit dem ganzen „Stoff“ :)) Man fängt vorne an, greift unter den Rand und legt den Fondant an einer Stelle fest auf die Torte, jetzt ist das wie ein Spiel, man hebt die einzelnen Falten immer wieder an und versucht den Fondant gleichmäßig zu verteilen. Bildet sich irgendwo eine unschöne Falte, dann hebt man das Stück daneben auch wieder mit an, damit man die Masse ebenmäßiger verteilen kann. Bei einer großen Torte hebe ich mindestens an 5-6 Stellen immer wieder den Rand an, bis ich alles glatt verteilt habe. Erst dann drücke ich alles fest, schneide zunächst einmal mit einem großen Messer großflächig um die Torte herum, lasse aber noch ca. 2 cm zu viel stehen. (abgeschnittene saubere Reste zusammenrollen und sofort luftdicht einpacken!) Jetzt nehme ich den Glätter, besser sind 2 Glätter (einen links, einen rechts) und streiche vom oberen Rand der Torte immer nach unten, dabei aufpassen, dass an der oberen Kante keine Risse enstehen). Jetzt schneide ich genau an der unteren Kante entlang (Reste wegwerfen, da sie wahrscheinlich verschmutzt sind) und daran denken, dass man den MMF etwas länger lässt, da er noch ein kleines bisschen schrumpfen wird. Dann streiche ich ich zum Schluss noch horizontal ein paar mal um den Tortenrand bis alles glatt ist. Und ist doch ein kleines Malheur passiert, dann lässt sich das so reparieren…

Probleme mit Fondant - Risse und Blasen reparieren

Blasen im Fondant entstehen oft durch falsches Kneten. Wichtig ist es, den Fondant nicht übereinander lappend zusammen zu schlagen, denn dann bleibt die Luft in den Zwischenräumen. Ich versuche ihn immer „in sich hinein“ zu kneten und zu drücken. Ist es doch einmal passiert und beim ausgerollten Fondant zeigt sich eine Blase, dann mit einer sauberen Nadel aufpichsen und mit dem Glätter nochmals darüber gehen. 
Risse: Es ist besonders wichtig, den Fondant dick genug auszurollen, denn zu dünner Fondant führt oft zu Rissen. Doch auch wenn sich Risse zeigen, kann man versuchen ihn zu retten ;) Das ist gar nicht schwer und es wäre ja schade von vorn zu beginnen: Den Fondant auf der Torte erst einmal trocknen und erhärten lassen. Dann ein neues Stück Fondant abschneiden, weich kneten und mit feuchten Händen "klebrig" machen. Damit die Risse auffüllen. Mit Puderzucker bestäuben und mit den Fingern, anschliessend einem Glätter darüber "bügeln" bis alles schön glatt ist. Sieht man immer noch zu viel kaputte Stellen, bleibt noch die Möglichkeit, Dekolelemente darauf zu kleben (Blüten etc.)

Fondant Einfärben und Bemalen (Pulver-  Pastenfarben)

Um den Fondant ganz einzufärben verwende ich ausschließlich Pastenfarben. (Bild rechts oben) Diese gibt es von vielen Herstellern, meine Lieblingsfirma sind WILTON und SUGARFLAIR. Man benötigt nur extrem geringe Mengen, da sie über eine ausgezeichnetet Deckkraft verfügen. Ich entnehme immer nur eine geringe Menge mit Hilfe eines Zahnstochers und knete sie dann unter den Fondant oder die Blütenpaste. Auch mit Pulverfarben (Bild unten, gelb, rot,lila) lassen sich tolle Ergebnisse erzielen, doch diese werden lieber zum Abpudern (fertiger Blüten oder Modellagen) oder zum Malen auf Fondant verwendet. Dafür verdünnt man z.B. in einer Malfarben Mischpallette ein paar Krümel Farbe mit klarem Alkohol (Wodka). Dann kann man mit einem sauberen Pinsel ganz wunderbar die Torte oder einzelne Teile bemalen. Auf dem Bild ist noch ein Stift zu sehen, dabei handelt es sich um einen Lebensmittelmalstift. Eine super Erfindung zum Beschriften oder Bemalen (von Gesichtern oder kleinen Punkten) Auch diese Stifte sind in allen Farbem erhältlich. Links oben ist noch essbarer Glitter und eine sogenannte "Lustre Farbe" zu sehen, dabei handelt es sich um schimmernde Pulverfarben die es auch in verschiedenen farbtönen zu kaufen gibt.  Flüssige Farben verwende ich überhaupt NICHT und kann sie auch nicht empfehlen, da sie kaum Deckkraft haben und vor allem den Fondant oder die Blütenpaste nur klebrig machen würden. Am Anfang lohnt es sich nur ein Grundsortiment der Farben zu bestellen, da sie beliebig untereinander mischbar sind. Achtet nur immer darauf die Farbe ausschließlich mit sauberem Werkzeug zu entnehmen (also jedes mal einen neuen Zahnstocher) damit keine Verunreinigungen hinein geraten.
Kleben auf der Torte ( Blüten , Verzierungen, Dekoelemente)
Zum Kleben von Dekoelementen wie Figuren oder Blüten verwende ich nur meinen Zuckerkleber (Rezept hier) Man benötigt nur eine ganz geringe Menge, die man mit einem Pinselchen aufträgt und alles hält super! Man kann zwar auch mit etwas Wasser kleben, aber es besteht die Gefahr dass dadurch der Fondant oder die einzelnen Teile aufweichen. Also lieber Zuckerkleber, hauchzart einstreichen, etwas antrocknen lassen und zusammensetzen. Dabei gilt, um so weniger Kleber, desto schneller hält alles zusammen! 

Werkzeug zum Bearbeiten
Es gibt unzählige Varianten den Fondant zu bearbeiten. Auch wenn ein gewisses Grundsortiment (siehe Foto oben) die Arbeit sehr erleichtert, so kann ich nur sagen, dass man gerade am Anfang nicht alles kaufen muss und sollte! Viele nützliche Sachen findet man auch zu Hause. So benutze ich zum Beispiel für einen lachenden Mund bei Figuren einen halbierten dicken Strohhalm. Sehr zu empfehlen sind auch Silikonmoulds (die man auch selber herstellen kann, dazu hier bald mehr!)

Was benötige ich grundsätzlich zur Fondantherstellung und Weiterverarbeitung? 
Küchenwaage
Palmin soft (für die Hände)
Speisestärke (zum abpudern)
(Mehl-)Sieb
scharfes Messer
Skalpell und Ersatzklingen
Pizzaschneider
Großes Nudelholz o. Ausrollstab
Fondantglätter (smoother)
Frischhaltebeutel (wiederverschließbar)
Frischhaltefolie
Teigkarten (flexibel)
(Drehbare) Tortenplatte (TV Drehplatte)

Wie lagere ich Fondant
Ich forme aus dem Fondant (auch wenn es nur noch Reste sind) immer eine Kugel und drücke sie etwas flach) dann wickele ich etwas Frischhaltefolie darum, lege sie in einen verschließbaren Gefrierbeutel den ich zuknote und zusätzlich in eine Frischhaltedose (sicher ist sicher ;) Es darf also auf keinen Fall Luft heran kommen, da er sonst austrocknet. Auch wenn sich Fondant einige Wochen bei Zimmertemperatur hält, lagere ich ihn immer kühl! Das geht im Keller aber auch im Kühlschrank. Bevor ich ihn verwende nehme ich ihn raus und lasse ihn ein paar Stunden auf Zimmertemperatur kommen. Dann lässt er sich leichter verkneten.

Fertig eingedeckte Torte wie lagern?
Die Haltbarkeit richtet sich grundsätzlich nach dem Inhalt der darunter liegenden Torte. Ist diese mit Sahne befüllt lässt sie sich kürzer lagern wie ein nur geträufelter Rührkuchen. Aber ich halte mich immer an die 3 Tage Regel (siehe hier) und komme dabei super zurecht. Als Ort empfehle ich einen kühlen Ort (Keller) aber man kann sie auch in den Kühlschrank stellen. Wichtig ist nur, dass er erstes geruchsneutral ist, da sonst der Fondant den Geschmack „anzieht“ und noch wichtiger, dass er so trocken wie möglich ist. Zusätzlich darf die Torte auf keinen Fall abgedeckt werden, da die Torte wegen dem Kondenswasser sonst durchweicht! Weiterhin ist es wichtig, sie rechtzeitig aus dem Kühlschrank heraus zu holen, das heißt ca. 1 Stunde vor Anschneiden. Das darauf abgesetzte Kondenswasser hat so genügend Zeit zu verfliegen. Die Torte nie in die Sonne stellen, damit sie nicht zerläuft (gerade bei Buttercreme darunter) und damit die Farben nicht verblassen.

Modellierfondant

Während Zuckerblüten nur aus Blütenpaste hergestellt werden( damit sie so filigran wie möglich sind) werden wunderschöne Figuren und Dekoteile aus Modellierfondant geknetet. Sie trocknet nicht so rasend schnell wie Blütenpaste, so dass man die Möglichkeit hat, an seinen Figuren zu arbeiten, aber stabilisiert alles gut . Würde man nur einfachen Fondant nehmen, bestände die Gefahr das alles in sich zusammensackt und gar nicht oder nur sehr sehr langsam trocknet. Daher mischt man den Fondant. Es gibt grundsätzlich 2 Möglichkeiten guten Modellierfondant herzustellen:

1. Man mischt 250 g Fondant mit 1 TL CMC und verknetet alles gut. Mit dieser Variante komme ich weniger gut zurecht, ich bevorzuge folgende:


2. Eine Mischung aus „normalem“ Fondant und Blütenpaste (Rezept klick hier) Das Mischverhältnis liegt bei 50:50, also Hälfte/ Hälfte.

Man kann Figuren zusätzlich stabilisieren, indem man Spagettistücke hinein steckt. Einmal fertig gestellte Blüten und Figuren sind bei trockener und lichtgeschützter Lagerung ewig haltbar, und lassen sich daher auch super vorbereiten. 


Die nächsten Tutorials beschäftigen sich mit den Themen: "Mehrstöckige Torten stapeln" und "Ein Cakeboard perfekt überziehen". Sollten noch Fragen offen geblieben sein oder ihr habt Anregungen, was unbedingt in die Erklärung aufgenommen werden sollte, dann schreibt mir gerne, ich freue mich wie immer über Eure Post :)

süße Grüße, Eure Kessy

20 Juli 2013

La dolce Vita Pizza

Samstag ist Pizzatag: Alleine das Wort Pizza löst bei unseren Kleinen Heißhunger Attacken aus und warum sollten wir daraus nicht einmal eine fruchtige Sommervariante zaubern? Frische Weinbergpfirsiche, Kirschen, Heidelbeeren, eine Handvoll säuerliche Johannisbeeren runden alles ab. Wunderbar eignen sich auch Bananenscheiben und Brombeere. In der Auswahl eurer Obstsorten seid ihr natürlich ganz frei. Es ist für mich eine ganz wunderbare Möglichkeit meinem Kleinen verschiedenen Obstsorten schmackhaft zu machen. Das Rezept eignet sich auch ganz hervorragend für Kindergeburtstage oder zum Picknicken. Man kann die Pizza auch noch mit Mandesplittern oder Kokos veredeln. 
Für den Pizzateig:

1/2 Würfel Hefe
2 TL Zucker
120 ml lauwarmes Wasser
500 g Weizenmehl (Type 00 oder 550)
Salz
2 EL Olivenöl
Die Hefe in das Wasser bröckeln und mit dem Zucker unter Rühren darin auflösen. Mehl in eine Schüssel geben und in die Mitte eine Mulde drücken. Hefewasser in die Mulde gießen. Mit etwas Mehl an den Händen ca. 5 – 10 Minuten zu einem glatten, elastischen Teig verkneten, dabei das Salz und Öl einarbeiten. Ist der Pizzateig zu fest, noch etwas lauwarmes Wasser dazu geben, ist der Pizzateig zu weich und klebrig, noch etwas Mehl. Zu einer Kugel formen und in einer Schüssel mit einem sauberen Küchentuch abgedeckt gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. ( Ca. 40 Minuten) Den Teig aus der Schüssel nehmen und auf einem mit Backpapier belegten Backblech ausrollen, dabei einen Rand formen.
Tipp: Der Pizzateig lässt sich prima vorbereiten, er kann am Vorabend zubereitet werden und im Kühlschrank gehen, so wird er besonders feinporig. Wenn’s mal ganz schnell gehen soll: Frischer Pizzateig aus dem Kühlregal muss nur noch belegt werden. 

Für den Belag:

125 g Ricotta
125 g Mascarpone
Saft und Schale einer halben Orange
2 EL Zucker
Heidelbeeren, Kirschen, Pfirsiche, Johannisbeeren
3 EL brauner Zucker (zum Bestreuen)
1 Eiweiß
70 g Puderzucker
Zimt

Den Ofen auf 210 Grad Umluft vorheizen.
Die Mascarpone mit dem Ricotta mischen, die Schale der Orange abreiben, den Saft ausdrücken und mit dem Zucker unter die Käsemasse rühren. Wer mag, kann auch noch Rosinen oder Marzipan dazu geben, bzw. darüber reiben. Die Pfirsiche in dünne Scheiben schneiden und auf den Boden legen. Die anderen Früchte locker darauf verteilen. Mit dem braunen Zucker bestreuen. In den Ofen schieben und 5 Minuten backen. In der Zeit den Baiser vorbereiten. Dafür das Eiweiß steif schlagen und dabei den Zucker einrieseln lassen. Die Pizza aus dem Ofen ziehen und den Baiser mit einem Teelöffel in kleinen Nockerln darauf setzen, mit etwas Zimt bestreuen und die Pizza zu Ende backen (noch so ca. 5 Minuten) bis alles saftig blubbert. Am besten noch lauwarm servieren. Meinem Kleinen habe ich noch etwas Schokosauce darüber verteilt, die Pizza schmeckt aber auch super mit einem Hauch Puderzucker.
Ich wünsche Euch ein wunderschönes, sonniges Sommerwochenende, 
süße Grüße, Eure Kessy